Tour de France Wetten 2026: Wo in Deutschland gewettet werden darf und was die Quoten wirklich aussagen

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine Landstraße schlängelt sich durch Hügel im Morgennebel, am Straßenrand liegen Heuballen auf einem abgemähten Feld.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die Tour de France 2026 ist gefahren, der Sieger steht fest. Wer die nächste Auflage sucht, landet in einem Markt, der zwei Eigentümlichkeiten hat: Rennen und Etappen wiederholen sich in dichter Folge, und in Deutschland darf nur wetten, wer auf der GGL-Whitelist steht. Wer ohne diese Erlaubnis spielt, spielt ohne OASIS-Sperrsystem, ohne LUGAS-Einzahlungslimit, ohne deutsche Anlaufstelle bei Streit – und mit Quoten, in denen bereits eine Buchmacher-Marge steckt. Die folgenden Abschnitte erläutern die Wettarten, zeigen, wie man eine Quote liest, ordnen die Sportwettensteuer ein und vergleichen zehn Anbieter, die mit den Anforderungen der Rundfahrt vertraut sind: viele Etappen, tägliche Märkte, knappe Zeitfenster für Livewetten.

Wettarten rund um die Frankreich-Rundfahrt

Radsportwetten folgen nicht dem Spielplan einer Liga. Sie folgen dem Etappenplan, und der wechselt jeden Tag die Disziplin – Flachetappe, Sprintankunft, Kopfsteinpflaster, Bergwertung, Einzelzeitfahren. Wer morgens seine Wette platziert, kann abends schon im falschen Rennen sitzen.

Ein Rennrad lehnt an einer Steinmauer in einer Bergkurve, im Hintergrund eine weite Hügellandschaft im Gegenlicht.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Die drei Achsen, auf die Buchmajer wetten lassen

Die Tour ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Bündel aus drei parallelen Wertungen, die sich über drei Wochen füllen.

Dazu kommen Head-to-Head-Vergleiche (Fahrer A gegen Fahrer B in der Etappe oder im Gesamtklassement), Platzierungswetten (Top 3, Top 5, Top 10) und Mannschafts­wertungen. Das Angebot wechselt mit dem Etappentyp; eine reine Bergetappe sieht anders aus als ein Ruhetag davor.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Drei Formen, drei Kostenprofile. Die Einzelwette setzt auf genau einen Ausgang, die Quote steht allein. Die Kombiwette multipliziert die Quoten der ausgewählten Etappen oder Märkte – drei Etappensieger à 3,50 ergeben 42,88, allerdings nur, wenn alle drei Stimmen. Die Systemwette deckt eine Auswahl von Kombinationen ab und nimmt auch dann einen Treffer mit, wenn nicht alle Beine sitzen. Je mehr Beine, desto höher die Quote, desto höher aber auch die Marge, die der Anbieter im Preis hält.

Was die Quote tatsächlich sagt

Eine Quote ist nie „die faire Wahrscheinlichkeit“. Sie ist der Preis, den der Buchmajer zahlt, abzüglich seines Anteils. Eine Quote von 2,10 liest sich als 47,6 % Wahrscheinlichkeit, ist aber tatsächlich ein Markt­durchschnitt aus den Wetten, die der Anbieter angenommen hat – und der Buchmajer legt seine Marge darauf.

Wer das überprüfen will, bildet die Auszahlungsquote eines Marktes selbst. Bei einem Zweier-Markt mit beiden Seiten zu 1,90:

Das ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro Einsatz einbehält – unabhängig davon, wer die Etappe gewinnt. Bei einer Quote 1,80 / 1,80 steigt die Marge auf etwa 11,1 %, bei 2,00 / 2,00 sinkt sie auf rund 0 %. Die Marge ist der Preis des Marktes, nicht der Tippfehler des Wettenden. Wer viele kleine Wetten mit niedrigen Quoten spielt, zahlt mehr Marge pro Euro Einsatz als der Gelegenheitsspieler mit einer Außenseiterwette.

Die Tour als Wettrahmen: Etappen, Teams, Wertungen

Radsport ist nicht Fußball. Es gibt keinen Heimvorteil, keine Derby-Dynamik, keinen Tabellenführer, dem man ausweicht. Es gibt den Etappenplan, die Startliste und das Wetter, und die drei zusammen entscheiden, welche Märkte Sinn ergeben.

Was die Rundfahrt 2026 bot

Die Tour de France 2026 begann am 4. Juli 2026 in Barcelona, endete am 26. Juli 2026 in Paris, umfasste 21 Etappen und führte über 3.245 km. Sieger: Tadej Pogačar, vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro. Die Punktewertung gewann Mads Pedersen, die Bergwertung Richard Carapaz. Für Wetten auf den Gesamtsieger war damit vor dem Start in Barcelona alles offen; für eine Auswertung im Nachhinein zeigt sie, wie knapp Pogačar am Ende tatsächlich vorne lag.

Geschichte in zwei Daten

Die Sportzeitung *L’Auto* rief die Tour 1903 ins Leben, 60 Fahrer standen am 1. Juli 1903 an der ersten Ausgabe. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Die Länge schwankt: 1903 waren es 2.428 km, 1926 mit 5.745 km der bisherige Höchstwert, seit 1998 – nach dem Dopingskandal – pendelt die Strecke um 3.500 km. Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, davor waren es neun. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.

Welche Märkte sich wann lohnen

Berg­etappen verlangen andere Favoriten als Flachetappen. Eine Einzelwette auf einen Ausreißer kann dann funktionieren, wenn das Profil zur Etappe passt; eine Kombiwette über drei Sprintankünfte ignoriert die Bergetage dazwischen. Wer Langzeitwetten auf den Gesamtsieger spielt, sitzt drei Wochen auf der Position. Wer Etappensieger spielt, kann jeden Morgen neu entscheiden. Die Mischung macht’s: nicht alles auf eine Karte, nicht alles auf eine Disziplin.

Anbieter für Tour-de-France-Wetten in Deutschland

Zehn Anbieter stehen auf der GGL-Whitelist, alle mit einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, alle mit .de-Domain. Die folgende Tabelle ordnet sie nach dem, was die Whitelist über sie sagt: Wer hält die Erlaubnis, seit wann.

Anbieter GGL-Whitelist-Status Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Whitelist-Eintrag, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
bwin Whitelist-Eintrag, Sportwetten bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano Whitelist-Eintrag, Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bet365 Whitelist-Eintrag, Sportwetten Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
DAZN Bet Whitelist-Eintrag, Sportwetten DZBT Operations Limited 22.08.2023
Winamax Whitelist-Eintrag, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro Whitelist-Eintrag, Sportwetten Torro Tec Limited 30.06.2021
Bet3000 Whitelist-Eintrag, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Wettarena Whitelist-Eintrag, Sportwetten I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Sportwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Was die Tabelle nicht zeigt: Wer welche Etappenmärkte führt, wie tief das Programm in die Wertungen geht, ob der Anbieter Live-Quoten während der Etappe aktualisiert. Wer vor dem ersten Etappenstart vergleicht, sieht zehn Whitelist-Einträge und einen ähnlichen Rahmen. Wer mittendrin prüft, sieht den Unterschied: manche Anbieter listen die Bergwertung als eigenen Markt bis zum vorletzten Tag, andere nur am Etappentag selbst.

Betway

Die Whitelist nennt die Betway Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Betway, erstausgestellt am 9. März 2021, aktualisiert am 23. Dezember 2022. In der App lässt sich der Cash-Out unter *Meine Wetten* am grünen Symbol auslösen, der angezeigte Wert kann vollständig oder anteilig ausgezahlt werden. Einen Wettkonfigurator speziell für Radsport listet die Beschreibung nicht – Fußball steht im Vordergrund. Für die Tour heißt das: vollständiger Marktrahmen bei Gesamtsieger, Etappen und Trikots, Cash-Out als tägliche Option, keine radsport­spezifische Bauanleitung für Kombinationen.

bwin

Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die Marke gehört zu den Platzhirschen im deutschen Markt, das Etappenprogramm ist entsprechend breit. Wer eine App sucht, die auch Live-Quoten über die gesamte Etappe führt, ohne dass die Verbindung mittendrin abbricht, wird hier in der Regel fündig. Was die Tour angeht, zählt für bwin vor allem Volumen, nicht radsport­spezifische Tiefe.

Betano

Betkick Sportsbetting Limited, Sitz Malta, Erlaubnis seit 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Die App-Beschreibung nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming – Letzteres allerdings vor allem für Fußball, Tennis-Grand-Slams, NBA, NFL und EuroLeague. Radsport ist nicht unter den genannten Stream-Lieferanten. Der Bet Builder erlaubt die Kombination mehrerer Märkte aus einem Spiel – bei der Tour bedeutet das: mehrere Auswahlen innerhalb einer Etappe, nicht über mehrere Tage.

bet365

Die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. bet365 ist der Anbieter, an dem sich deutsche Buchmajer in puncto Marktbreite messen lassen – Etappensieger, Kopf-an-Kopf, Platzierung, Spezialwetten auf Zwischensprints und Bergwertungen. Wer die Tour über die vollen drei Wochen bespielen will, findet hier in der Regel das breiteste Programm. Der Preis dafür: keine radsport­spezifische Besonderheit, sondern schiere Tiefe.

DAZN Bet

Die DZBT Operations Limited, Sitz Zebbug, Malta, hält die Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Hinter dem Namen steht die Sportstreaming-Marke DAZN, was die Live-Integration näher legt als bei reinen Wettanbietern. Für die Tour heißt das: Übertragung und Wette in einer Oberfläche, sofern der Anbieter das jeweilige Rechtepaket hält. Das Radsporthighlight der Rundfahrt ist traditionell stark umkämpft, und nicht jede Etappe ist in jedem Markt frei verfügbar. Wer DAZN ohnehin abonniert hat, prüft das Angebot dort zuerst.

Winamax

WINAMAX (Société anonyme), Erlaubnis seit 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022. Die Marke bewirbt *0 % Wettsteuer* und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, nach der Winamax in 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für die Tour zählt: Radsport ist nicht unter den untersuchten Sportarten der Studie. Die Aussage zur Wettsteuer ist eine Eigenwerbung, geprüft werden muss sie am konkreten Wettschein.

Tiptorro

Torro Tec Limited, Sitz Malta, Erlaubnis seit 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Die App-Beschreibung positioniert sich als *behördlich zugelassener Sportwettveranstalter* unter Aufsicht der GGL. Damit ist die Whitelist-Frage beantwortet; zum Radsport­programm schweigt die Beschreibung, sodass Etappentiefe und Marktbreite anhand der Live-Oberfläche geprüft werden müssen.

Bet3000

Die I.B.C. Sportsbetting Limited hält die Erlaubnis seit dem 22. April 2026 – die jüngste Erstausstellung im Feld. Ein späterer Start heißt nicht zwangsläufig ein dünneres Programm, aber die Historie ist kurz. Wer hier wettet, sollte die Etappenauswahl vor dem ersten Tag prüfen: Wie viele Märkte pro Etappe? Wie viele Spezialwetten auf Trikots und Zwischensprints? Die Whitelist-Frage ist geklärt, der Rest ist Sache des Wettprogramms.

Wettarena

Gleicher Inhaber wie Bet3000, ältere Erlaubnis: 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022. Die Marke tritt unter eigenem Namen auf, die AGB verweisen auf dieselbe maltesische Gesellschaft. Wettarena positioniert sich als Alternative im mittleren Preissegment; die Frage, wie tief das Radsport­programm wirklich geht, beantwortet nur ein Blick ins Wettprogramm zur Etappe.

Interwetten

Interwetten Gaming Limited, Sitz Sliema, Malta, Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Einer der älteren Namen im Feld, mit langer Historie außerhalb Deutschlands. Für die Tour heißt das: in der Regel vollständiges Etappenprogramm, Cash-Out verfügbar, Live-Quoten während der Etappe – die Standardkombination, an der sich nichts bemisst außer dem Preis.

Rechtslage in Deutschland: Was erlaubt ist und was nicht

Die Rechtslage in Deutschland folgt zwei Ebenen: dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, und der täglichen Praxis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV. Wer ohne diese Erlaubnis anbietet, macht sich nach § 4 Abs. 1 GlüStV strafbar – und nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei Werbung nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr.

Ein Smartphone liegt auf einem Tisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und einer Tasse Kaffee.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist als einziger Test

Die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verbindliche Quelle. Im Stand vom 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Erlaubnis gilt nur für die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist. Eine Casino- oder Slot-Erlaubnis derselben Gesellschaft deckt das Sportwetten-Angebot nicht ab.

Eine Erstausstellung läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungs­datum, kein Enddatum – wer ein Enddatum liest, liest es aus einer anderen Quelle, nicht aus der Whitelist.

Was die Erlaubnis erlaubt – und was nicht

§ 21 Abs. 1 erlaubt feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Ereignis, als Einzel- oder Kombiwette. Was genau angeboten werden darf, bestimmt das von der GGL genehmigte Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5). Was nicht geht: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls tabu.

Livewetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis erlaubt oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. *Nächstes Tor* im Fußball: ja. *Nächster Satz* im Tennis: ja. *Nächster Punkt* im Tennis, *nächster Korb* im Basketball: nein. Wer während der Etappe auf den nächsten Zwischensprint oder die nächste Bergwertung wettet, prüft die Zulässigkeit am konkreten Markt des Anbieters.

E-Sports ist nach GGL-Aussage kein Sport im Sinne des Vertrags; lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht. Über virtuelle Sportwetten schweigt die Behörde; was nicht erlaubt ist, ist nicht erlaubt.

Wer wann wetten darf

Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ein Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Das monatliche Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 €, anbieterübergreifend durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit festsetzen, bis 10.000 €, im Bereich 10.000–30.000 € für höchstens 1 % ihrer aktiven Spieler – nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Parallelspiel ist verboten (§ 6h, LUGAS-Aktivitätsdatei).

OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Sperrsystem; Anbieter prüfen es bei Anmeldung und Login. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen.

Zahlungen und Auszahlungen

Zahlungen erfolgen nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Institut nach Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte – sind ausgeschlossen. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen Geschäftsbedingungen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Werbung und Bonus

Werbung für Glücksspiel ist nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot von 6:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt – Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den AGB des Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite grundsätzlich nicht abgedruckt.

Die Sportwettensteuer

Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage *Einsatz abzüglich der Steuer selbst* (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, entscheidet der Anbieter. Wer liest *5,3 % vom Einsatz*, liest die Faustregel falsch – die Bemessungsgrundlage ist Netto, nicht Brutto. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Lizenz­nachweis.

Gewinne privater Spieler sind auf erster Ebene nicht abschließend geregelt; allgemeine Information genügt, die verbindliche Aussage holt der Steuerberater.

Offshore und die Folgen

Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Wirkung. Die GGL warnt vor illegalen Angeboten – am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an Angeboten *wie etwa Platincasino*. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt. Am 19. März 2026 hielt der Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich, mit Ausnahme, wenn Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchsetzen. Eine Erstattung ist niemandem versprochen.

Was Offshore fehlt: kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg im Streitfall, dafür oft höhere Limits und ein anderes Konflikt­regime. Was die Whitelist bietet: Rechtssicherheit und Spielerschutz – mit den Einschränkungen des 1.000-€-Standardlimits, der eingeschränkten Live-Märkte, der vollständigen Verifizierung und der Pflicht zum eigenen Zahlungskonto.

Verantwortungsvolles Wetten: Drei Wochen, ein Budget

Drei Wochen Tour, 21 Etappen, jeden Tag neue Märkte. Das ist die Struktur, an der ein Budget am ehesten zerläuft: Es gibt keinen klassischen Spieltag, an dem das Programm endet, und der nächste Tag beginnt früh. Wer auf jede Etappe setzt, setzt 21-mal hintereinander, ohne dass das Ergebnis der ersten Etappen das Programm der folgenden verkürzt.

Warum das Einzahlungslimit zählt

Das 1.000-€-Standardlimit pro Monat und Spieler, anbieterübergreifend, ist die wichtigste Bremse. Es gilt nicht pro Buchmajer, sondern für die Summe aller Einzahlungen. Wer parallel bei drei Anbietern spielt, kann dort einzahlen, bis das Limit voll ist – und nicht darüber. Anbieter dürfen bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit mehr erlauben; ein Konto mit höherem Limit ist Ausnahme, nicht Standard.

Pause statt Nachwette

Eine Etappe dauert drei bis sechs Stunden, das Hauptfeld trifft sich am Vormittag, der Sieger steht am späten Nachmittag. Dazwischen liegen Ausreißer­versuche, Stürze, Rückzug – und die Versuchung, das Geschehen in eine Livewette umzumünzen. Wer live wetten will, prüft vorher, welche Märkte der Anbieter überhaupt live führt. *Nächster Zwischensprint* ist nicht automatisch verfügbar; *nächste Bergwertung* ebenso wenig. Die erlaubten Live-Märkte sind in § 21 Abs. 4 abschließend geregelt.

Wer sich aussperren will

OASIS-Sperre: bundesweit, gilt für alle Whitelist-Anbieter, mindestens drei Monate, sonst ein Jahr. Wer eine kürzere Pause braucht: der Panikbutton, 24 Stunden, ohne Sperrdatei-Eintrag. Wer dauerhaft aussetzen will, meldet sich direkt beim Anbieter oder über die OASIS-Sperrung. Beide Wege führen zum Ziel; ohne Anmeldung geht beides nicht.

Häufige Fragen zu Tour-de-France-Wetten

Wo darf aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden?

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen sind. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die einzige verbindliche Quelle. Im Stand vom 2. Oktober 2026 sind 27 Inhaber gelistet, darunter die zehn, die im Abschnitt „Anbieter für Tour-de-France-Wetten in Deutschland“ verglichen werden. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Gesamtsieger, Etappensieger, Kopf-an-Kopf, Platzierung, Trikotwertungen und – je nach Anbieter – Spezialwetten auf Zwischensprints und Bergwertungen. Angeboten werden Einzel-, Kombi- und Systemwetten. Welche Märkte der Anbieter tatsächlich führt, hängt vom genehmigten Sportwettprogramm ab; die Auswahl wechselt mit dem Etappentyp.

Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet?

Auszahlung = Einsatz × Quote. Bei Quote 3,50 und 10 € Einsatz beträgt die Auszahlung 35 €, der Reingewinn 25 €. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert, das Produkt ist die Gesamtquote. Die Quote enthält bereits die Marge des Anbieters; sie ist kein Wahrscheinlichkeitsmaß, sondern ein Marktpreis.

Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt?

Während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind (§ 21 Abs. 4 GlüStV). *Nächster Zwischensprint* und *nächste Bergwertung* sind in der Regel nicht als Live-Markt zugelassen. Welche Märkte der Anbieter konkret führt, steht in dessen Live-Oberfläche.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?

Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage *Einsatz abzüglich der Steuer selbst*, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Quote anrechnet oder vom Auszahlungsbetrag abzieht, entscheidet der Anbieter in seinen AGB. Winamax wirbt mit *0 % Wettsteuer*; die Aussage ist Eigenwerbung und gilt im konkreten Wettschein zu prüfen.

Wie gilt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €?

Das Limit gilt pro Spieler und Kalendermonat, anbieterübergreifend, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, teilt das Limit zwischen ihnen auf, bis die Summe voll ist. Anbieter dürfen bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit höhere Limits genehmigen, bis 10.000 €, im Bereich 10.000–30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen.

Inhalt erstellt vom Team «livewetteninfo.com»