UFC Wetten in Deutschland 2026: erlaubte Anbieter, Quoten und Regeln im Überblick
Die UFC kommt aus Las Vegas, ihre Titelkämpfe füllen Arenen rund um den Globus. Wer in Deutschland auf einen Hauptkampf oder die Method of Victory wetten will, steht zuerst vor einer rechtlichen Frage: Wer darf hier überhaupt Sportwetten anbieten? Die Antwort steht in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, nimmt deutsche Kunden entgegen. Wer nicht dort steht, nicht – unabhängig von jeder ausländischen Lizenz.

Stand: 17. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Halle (Saale).
Rechtliche Lage: Wer in Deutschland auf UFC wetten darf
Die UFC ist in Deutschland kein Sonderfall. Sie ist eine Sportveranstaltung wie Boxen, Kickboxen oder andere Kampfsportarten – und fällt damit unter das Sportwettenregime des Glücksspielstaatsvertrags. Wer dort Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV 2021. Diese Erlaubnis vergibt ausschließlich sie: die seit dem 1. Juli 2021 zuständige GGL.

Die Whitelist als einziger Test
Was eine Erlaubnis in Deutschland wert ist, zeigt ein einziger Blick: die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie führt 30 Einträge im Stand vom 2. Oktober 2026, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten – und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Aber: Eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Wer dort steht, darf deutsche Kunden bedienen. Wer fehlt, nicht.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre ausgestellt (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Mehrere Inhaber der hier besprochenen Anbieter haben in den Folgejahren Folgeerlaubnisse erhalten. Eine Liste, die heute „gültig“ ist, gilt morgen weiter – solange kein Widerruf oder eine Rücknahme durch die GGL erfolgt.

Welcher Schein zu welchem Markt gehört
Ein häufiger Irrtum: Die GGL führt auf der Whitelist mehrere Erlaubnistypen – Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele, Online-Poker. Das sind getrennte Genehmigungen mit getrennten Regeln. Wer eine Casino-Erlaubnis hat, hat noch lange keine für Sportwetten. Eine Casino-Lizenz ist nie eine Wett-Lizenz.
Für die UFC bedeutet das: Nur wer unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf Wetten auf UFC-Kämpfe annehmen. Eine Poker- oder Slot-Erlaubnis ändert daran nichts.
Was darf gewettet werden, was nicht
Das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 1 und Abs. 5 GlüStV lässt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon zu, als Einzel- oder Kombinationswette. Ereignisse mit hauptsächlich Minderjährigen oder Amateuren sind tabu – in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Auch manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder Sanktionen sowie Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ausgeschlossen.
Was die UFC selbst angeht, ist die Einordnung einfach: Hauptkämpfe, Vorkämpfe, Titelkämpfe – alles reguläre Sportereignisse Erwachsener, die in einem etablierten Regelwerk (Unified Rules of Mixed Martial Arts) ausgetragen werden. Wer auf Kampf, Siegart oder Runde wetten will, bewegt sich im erlaubten Sportwettprogramm.
Offshore – kein Schritt ins Leere, sondern offenes Risiko
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, bewegt sich im unerlaubten Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Wirkung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Die Konsequenzen sind konkret: Offshore ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Keine Sperrdatei, kein zentrales Einzahlungslimit, keine deutsche Beschwerdestelle. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Die GGL kann Zahlungs- und Netzsperren durchsetzen (§ 9 GlüStV).
Strafrechtlich bleibt die Lage zweischneidig: § 284 StGB droht dem Veranstalter bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe, § 285 StGB dem Teilnehmer bis zu sechs Monate. Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler sind in der Praxis nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch ein Grund zur Dramatisierung.
Zivilrechtlich gibt es eine Entwicklung: Mehrere Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt – ein Tipico-Spielerverband fordert über 3.700 € aus Sportwetten 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt hielt am 19. März 2026 in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, greift die Ausnahme. Das ist eine offene Rechtsfrage – kein Versprechen auf Erstattung. Wer heute spielt, sollte das im Hinterkopf behalten.
Spielerschutz: was jeder Wettende kennen sollte
Wer auf der Whitelist steht, ist an das deutsche Schutzregime gebunden. Drei Bausteine prägen den Alltag: Alter, Einzahlungslimit, Sperrdatei.
Volljährigkeit und ein Konto pro Anbieter
Spielen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter führt ein Konto pro Person mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung gilt ein Übergangsregime: Der Anbieter darf das Konto längstens 72 Stunden bespielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach ist Schluss, bis die Verifizierung steht. Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, verstößt gegen § 6h – die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt paralleles Spielen und das Konto wird gesperrt.
Das zentrale Einzahlungslimit
Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Wer wirtschaftlich leistungsfähig ist, kann einen höheren Wert beantragen – bis 10.000 € oder in Ausnahmefällen 30.000 €, allerdings nur für maximal ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden eines Anbieters und nur mit nachweisbaren Belegen. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Das ist die Schutzarchitektur, die ein spontaner Wettschein am Kampfabend nicht aushebelt.
OASIS und der Panikbutton
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Sie wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt – ansonsten mindestens ein Jahr. Wer ausgeschlossen ist, kann sich bei keinem Anbieter mehr anmelden, der an OASIS angeschlossen ist.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – ein Notausstieg, der ohne Formalitäten funktioniert und danach endet, wenn der Spieler nicht selbst aktiv wird. Wer in einer angespannten Phase auf den nächsten Hauptkampf wetten will, hat hier eine eingebaute Bremse.
Was Offshore-Anbieter nicht bieten
Offshore-Plattformen sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Kein zentrales Limit, keine Sperrdatei, kein deutscher Beschwerdeweg. Sie können höhere Limits anbieten, weil sie an diese Architektur nicht gebunden sind. Das ist das Versprechen – und gleichzeitig das Risiko.
UFC verstehen: Gewichtsklassen, Runden, Siegart
Bevor eine Quote Sinn ergibt, muss man verstehen, was die UFC überhaupt ist. Sie wurde am 12. November 1993 in Denver gegründet, hat ihren Sitz in Las Vegas (Nevada), gehört zur TKO Group Holdings und wird von Dana White als Präsident geführt. Die UFC ist kein Veranstalter von „Kampfsport“ im allgemeinen Sinn, sondern die größte MMA-Organisation der Welt. Ihre Kämpfe folgen den Unified Rules of Mixed Martial Arts.
Gewichtsklassen und Rundensystem
Die UFC kennt neun Gewichtsklassen: Strohgewicht bis 52,15 kg, Fliegengewicht, Bantamgewicht, Federgewicht, Leichtgewicht, Weltergewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht und Schwergewicht von 93 bis 120 kg. Titelkämpfe werden im Schwergewicht der Männer (bis 120 kg) ausgetragen, nicht darüber.
Eine Runde dauert fünf Minuten, mit einer Minute Pause zwischen den Runden. Reguläre Kämpfe gehen über drei Runden, Titelkämpfe über fünf Runden. Wer auf „geht über die volle Distanz“ oder auf „Ende in Runde 1“ wettet, sollte dieses System im Kopf haben.
Siegart und Entscheidungslogik
Ein UFC-Kampf endet durch Aufgabe, Knockout, technischen Knockout, Kampfrichterentscheidung, Disqualifikation oder Nichtantreten des Gegners. Ein Unentschieden ist möglich. Nach den Unified Rules vergeben drei Kampfrichter pro Runde zehn Punkte an den Rundengewinner und neun oder weniger an den Verlierer; eine ausgeglichene Runde kann 10:10 bewertet werden. Die Entscheidung kann einstimmig, mehrheitlich oder geteilt ausfallen – das gilt auch für ein Unentschieden.
Wird ein Kampf wegen eines unabsichtlichen Fouls abgebrochen und ein Kämpfer kann nicht weiterkämpfen, wertet die Kommission als „No Contest“, wenn der Geschädigte nach Punkten vorn lag. Liegt er nach Punkten hinten, endet der Kampf als technisches Unentschieden. Bei einem absichtlichen Foul folgt die Disqualifikation. Diese Feinheiten schlagen sich in der Method-of-Victory-Quote nieder – wer auf „Decision“ wettet, sollte wissen, dass die Kampfrichter nicht immer eindeutig werten.
Kampfquoten und Märkte: was ein Wettschein zeigt
Wer einen UFC-Kampf auf dem Wettschein hat, sieht vor allem drei Größen: die Quote, den Einsatz und die daraus folgende Auszahlung. Wie das zusammenhängt, ist die Grundlage jeder Wette.
Was eine Quote zeigt
Eine Quote von 2,10 bedeutet: Wer 10 € setzt und die Wette geht auf, bekommt 21 € zurück – 10 € Einsatz plus 11 € Gewinn. Bei Quote 1,50 bekommt der Spieler aus 10 € Einsatz 15 € zurück, also 5 € Gewinn. Hinter jeder Quote steht eine eingebaute Marge des Anbieters. Das ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz einbehält – die Differenz zwischen dem, was die Quote mathematisch „fair“ auszahlen würde, und dem, was sie tatsächlich anbietet.
Wer zwei Kämpfer mit den Quoten 1,90 und 1,90 vor sich hat, sieht das Prinzip: Ohne Marge würde die faire Quote für jeden 2,00 betragen (bei zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen). Bei 1,90 / 1,90 liegt die Auszahlungsquote für diesen Markt bei 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95 – oder 95 %. Die Marge des Anbieters beträgt damit rund 5 %. Das ist ein Wert, der bei großen UFC-Hauptkämpfen in der Größenordnung liegt, in der die Top-Anbieter üblicherweise quotieren. Die exakte Marge hängt vom Kampf, vom Markt und vom Anbieter ab; ein anderer Hauptkampf am selben Abend kann bei demselben Anbieter zwei Prozentpunkte höher liegen.
Eine höhere Quote für den Außenseiter – etwa 2,80 statt 2,50 – bedeutet: Der Anbieter hält dessen Siegchance für niedriger. Sie bedeutet nicht automatisch, dass der Außenseiter „besser“ ist. Sie spiegelt die subjektive Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Marktes – und damit einen Punkt, an dem sich eine eigene Meinung gegen den Markt lohnen kann, wenn die eigene Recherche besser ist.
Wann der Markt seine Marge vergrößert
Nicht jeder Markt hat die gleiche Marge. Die Sieger-Wette (Sieger Kampf) hat die niedrigste, weil das Geld hier konzentriert wird. Märkte wie „Ende in Runde 1“, „Kampf geht über die volle Distanz“ oder „Siegart Knockout“ tragen höhere Margen, weil das Wettvolumen dünner ist. Bei unbekannteren Vorkämpfen in kleineren Gewichtsklassen kann die Marge noch einmal zwei bis fünf Punkte höher liegen als beim Hauptkampf.
Wer systematisch auf UFC wettet, sollte wissen, dass die Marge das ist, was der Buchmacher auf lange Sicht von jedem Euro behält – unabhängig davon, wer gewinnt. Wer 1.000 € Einsatz auf verschiedene UFC-Kämpfe verteilt, gibt davon etwa 50 € an den Buchmacher ab, nur für die Möglichkeit zu wetten.
Die typischen UFC-Märkte
Ein Buchmacher mit gutem UFC-Programm zeigt eine Reihe von Märkten für jeden Kampf: Kampfsieger, Siegart (Method of Victory), Runde des Siegs, Kampfdauer, „Kampf geht über die volle Distanz“, „Kampf endet in Runde X“, Doppelte Chance (Sieger oder Unentschieden), Handicaps, „Kämpfer A gewinnt in Runde X“, „Beide treffen“ bei Punktwetten.
Bei großen Events kommen Spezialmärkte dazu: Wer gewinnt den ersten Takedown? Wer trifft zuerst signifikant? Wie viele Knockdowns in Runde 1? Diese Märkte tragen fast immer eine höhere Marge – sie sind unterhaltsam, aber teuer.
Einzelwette oder Kombiwette
Eine Einzelwette steht und fällt mit einem Kampf. Eine Kombiwette kombiniert mehrere: Der Tipico-Schein mit Hauptkampf-Sieg, Vorkampf-Sieg und Methode kostet Quote 2,10 × 1,80 × 2,50 = 9,45. 10 € Einsatz werden bei einem Treffer zu 94,50 €. Aber: Alle drei müssen eintreffen. Die implizite Marge einer Kombiwette ist die Summe der Margen der Einzelmärkte – sie steigt mit jedem Bein. Wer drei Kämpfe mit 5 % Marge kombiniert, wettet effektiv mit etwa 15 % Marge.
Wer Kombiwetten mit UFC als Bein nutzt, sollte sich bewusst sein, dass ein „sicheres“ Hauptkampf-Bein in der Kombination nur dann einen Mehrwert hat, wenn die anderen Beine ähnlich gut eingeschätzt sind.
Live-Wetten während eines UFC-Kampfs
Live-Wetten sind der Kern vieler UFC-Wettangebote – und im deutschen Recht der heikelste Punkt.
Was § 21 Abs. 4 erlaubt
Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Komponenten gewettet werden: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Im UFC-Kampf ist die Anwendung begrenzt: Wettbar ist das Endergebnis eines laufenden Kampfes (Sieger nach Punkten, KO, Aufgabe) – nicht der nächste Treffer, nicht der nächste Takedown, nicht die nächste Runde. Diese Mikromärkte sind in der deutschen Erlaubnis nicht vorgesehen.
Was das für den UFC-Abend bedeutet
Wer am Kampfabend live dabei sein will, hat eingeschränkte Optionen: Vorkämpfe, Hauptkampf, Sieger nach Punkten am Ende – das ist im Rahmen des Erlaubten. Spezialmärkte wie „nächster signifikanter Treffer“, die auf internationalen Plattformen beworben werden, sind im deutschen Erlaubnisrahmen nicht verfügbar. Wer sie sucht, landet fast zwangsläufig bei einem Offshore-Anbieter.
Der Wettschein wird nach dem offiziellen Ende des Kampfes ausgewertet. Auszahlungen fließen erst dann. Während des Kampfes selbst kann der Buchmacher den Wettschein nicht abschließen – die UFC-Auswertung braucht den offiziellen Kampfausgang.
Cash Out – was die Anbieterfunktion leistet
Cash Out ist keine eigene Wettart, sondern eine Ausstiegsfunktion. Der Anbieter kauft dem Kunden den Wettschein vor dem Ende des Kampfes ab – zu einem aktuellen Wert, den der Anbieter selbst festlegt. Beim Betway-Angebot erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert wird angezeigt, der Spieler entscheidet, ob er den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlt.
Cash Out ist eine Funktion des Buchmachers, kein gesetzlich vorgeschriebenes Recht. Der Anbieter legt den Cash-Out-Wert selbst fest – und der Wert ist nie der faire mathematische Wert, sondern enthält eine Spanne für den Anbieter. Wer vorzeitig aussteigt, verzichtet auf einen Teil des Wertes, den der Wettschein bei Ausgang hätte. Das ist der Preis der Flexibilität.
Prognose und Strategie: warum jeder Tipp nur eine Einschätzung ist
Wer eine UFC-Prognose macht, vergleicht vier Bausteine: Reichweite und Schlagkraft, Stil und Grappling-Bilanz, Kampfbilanz der letzten Auftritte, Gewichtsklasse und Cut. Hinzu kommen Faktoren, die sich erst im Traininglager entscheiden: Verletzungen, Formkurve, mentale Verfassung.
Was eine Prognose leisten kann
Eine gut recherchierte Prognose ist eine bessere Ausgangsbasis als der Bauch. Wer einem erfahrenen Grappler gegen einen Schlagboxer die höhere Chance auf einen Sieg durch Aufgabe gibt, hat eine fundierte Einschätzung – vorausgesetzt, er kennt die Verteidigung gegen Takedowns. Wer einem kräftigeren Schwergewicht gegen einen schnelleren Faustkämpfer den Vorteil im Clinch gibt, bewegt sich innerhalb der UFC-Realität.
Das alles hilft, das eigene Modell zu schärfen. Aber: Eine Prognose ist eine Einschätzung, keine Voraussage. Sie kann falsch liegen, auch wenn sie methodisch sauber ist. Wer auf Sieg durch Aufgabe wettet und der Grappler wird durch einen unerwarteten Schlag gestoppt, verliert den Schein. Genau das macht den Sport aus.
Warum die Quote die zweite Meinung ist
Der Buchmacher hat seine eigene Einschätzung – übermittelt in der Quote. Eine Quote von 1,50 für Kämpfer A sagt: Der Markt sieht ihn als deutlichen Favoriten. Eine Quote von 4,00 für Kämpfer B sagt: Der Markt sieht ihn als klaren Außenseiter. Wenn die eigene Recherche den Außenseiter für unterschätzt hält, ergibt sich ein Value-Schein – die Quote ist höher als die eigene Wahrscheinlichkeit rechtfertigt.
Das ist das Einzige, was eine Wette mathematisch sinnvoll macht: Wenn die eigene Einschätzung der Siegeschance über der liegt, die der Markt durch die Quote ausdrückt. Wer das nicht leistet, wettet gegen sich selbst – und gegen die Marge.
Was Strategie nicht kann
Strategie kann die Marge nicht wegblenden. Wer mit 5 % Marge auf fünf UFC-Kämpfe verteilt, gibt im Schnitt 5 % jedes Einsatzes an den Buchmacher ab. Wer Kombiwetten mit drei Beinen baut, gibt noch mehr ab. Strategie kann helfen, Value-Situationen zu finden. Sie kann nicht garantieren, dass am Ende mehr auf dem Konto ist als am Anfang.
Das ist die ehrliche Formel: Auf lange Sicht gewinnt der Buchmacher, weil er die Marge hat. Wer dauerhaft Gewinn macht, gehört zu einer kleinen Gruppe, die einen echten informationellen Vorteil hat – durch Recherche, durch frühzeitige Informationen, durch Modellierung. Wer nur den Tipico-Schein am Kampfabend ausfüllt, gehört nicht dazu.
Wett-Tipps aus dem Netz: was sie taugen
In den Foren und auf den Tipp-Seiten tauchen vor jedem Event Wetttipps auf. Die Spannweite reicht von fundierten Analysen bis zu Bauchgefühl. Wer fremde Tipps nutzt, sollte wissen, dass die Person, die den Tipp gibt, kein Eigeninteresse am Gewinn des Lesers hat – sie gewinnt nichts, wenn der Tipp aufgeht.
Wer Tipps nutzt, kann sie als eine zweite Meinung lesen – nicht als Vorhersage. Wer drei verschiedene Quellen liest und alle drei den gleichen Außenseiter sehen, hat einen Hinweis. Wer drei verschiedene Quellen liest und drei verschiedene Tipps bekommt, hat vor allem Aufwand.
Mobile Wetten: die App für unterwegs
Ein UFC-Hauptkampf beginnt oft um 4 Uhr deutscher Zeit. Wer dann live tippen will, sitzt nicht am Schreibtisch – sondern vorm Smartphone. Die Wett-App ist das Hauptinstrument für viele Wettende.
Was eine seriöse UFC-App können muss
Vier Punkte stehen am Anfang jeder Bewertung: Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, Zahlung vom Konto auf den eigenen Namen, vollständige Verifizierung vor Auszahlung, Zugang zu den Limits im Konto (Einzahlungslimit, Panikbutton, Selbstausschluss). Wer eine dieser vier Eigenschaften vermisst, wettet im falschen Regime – mit allen Konsequenzen, die unter „Rechtliche Lage“ stehen.
Die Top-Apps im Überblick
Die hier besprochenen Anbieter haben jeweils eigene Apps. Betway und Tipico zeigen ihre Apps in den einschlägigen Stores – die Tipico-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und bewirbt Cashout sowie Live-Wetten. Winamax hat zusätzlich das „Winamax TV“ integriert, das Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL ins Kundenkonto bringt. Für UFC ist das sekundär – UFC-Live-Streams laufen in Deutschland typischerweise über DAZN und die ESPN-Verträge, nicht über die Buchmacher.
Was die App bei UFC leisten muss
Für UFC-Kämpfe ist das Wettprogramm in der App entscheidend. Vorkämpfe müssen sichtbar sein, nicht nur der Hauptkampf. Die Märkte müssen bis kurz vor Kampfbeginn verfügbar sein – wer erst um 23 Uhr nachsieht, weil der Hauptkampf erst um 4 Uhr stattfindet, will keine Ladehemmung. Die Live-Quote muss sich automatisch aktualisieren – und das Endergebnis muss nach dem Kampf sofort ausgewertet werden.
Live-Quoten in der App
Während des Kampfes aktualisieren die Top-Anbieter die Quoten laufend – das ist der Kern der Live-Wette. Wer auf den Hauptkampf wartet und in der App sieht, dass Kämpfer A in Runde 1 dominiert, bekommt seine Quote für Kämpfer B schnell gesenkt. Wer seine Wette in dem Moment platziert, wettet mit der aktualisierten Einschätzung des Marktes.
Das ist auch der Moment, in dem Cash Out interessant wird: Wer früh auf den späteren Sieger gewettet hat und nach Runde 1 vorne liegt, kann die Wette absichern, bevor das Blatt sich wendet.
Anbieter im Vergleich: Wer bietet was in Deutschland?
Die folgende Übersicht zeigt die zehn Anbieter, die im Stand vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist stehen und UFC im Programm führen oder führen können. Die Tabelle ist nach Whitelist-Status und Erlaubnisalter sortiert – nicht nach Empfehlung.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag, Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tipwin | Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Betway | Whitelist-Eintrag, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag, Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
Was die Tabelle nicht zeigt: Welche dieser Anbieter UFC tatsächlich im Programm haben, wie tief das jeweilige Wettangebot ist, und wie die konkreten Quoten für einzelne Kämpfe aussehen. Das variiert von Event zu Event und sollte vor jedem Hauptkampf direkt beim Anbieter geprüft werden. Die Tabelle sagt auch nichts über Cash Out, Live-Streams, das Sportwettensteuer-Handling oder die Mindestquoten bei Bonusbedingungen – alles Eigenschaften, die je nach Anbieter und Aktion unterschiedlich sind.
Betway
Betway ist mit der Hillside-Plattform in Malta als Inhaber seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist geführt. Die App zeigt Cash Out als grünes Symbol unter „Meine Wetten“ – wer eine laufende Wette hat, sieht dort den aktuellen Wert und kann den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen. Für Fußball bietet Betway einen Wettkonfigurator an, der Auswahlen aus einer Partie kombiniert; für Mehrspiel-Kombinationen gibt es den Konfigurator+. UFC ist im Programm vertreten, die Tiefe variiert nach Event.
Das Besondere an Betway im UFC-Kontext: Die Kombination aus breitem Hauptkampf-Programm und flexibler Ausstiegsfunktion. Wer eine Live-Wette platziert und merkt, dass der falsche Kämpfer vorne liegt, kann mit Cash Out den Verlust begrenzen. Wer am Ende eines Kampfes noch auf den Ausgang warten will, hat den Cash-Out-Wert nicht.
ODDSET
ODDSET ist die Marke der Oddset Sportwetten GmbH, die ihre Erlaubnis am 18. November 2020 erhielt und am 15. Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt bekam. ODDSET ist der deutsche Traditionsanbieter im staatlichen Umfeld – die Marke gehört zum Lotto- und Toto-Verbund. Das Programm ist breit, UFC ist enthalten.
Die Besonderheit: ODDSET ist die Marke mit der stärksten Verwurzelung im staatlichen Glücksspielumfeld. Wer einen Lotto-Laden sucht und darin ODDSET-Scheine kaufen will, kann das tun. Der Vertrieb läuft sowohl stationär als auch online – die Erlaubnis umfasst beide Kanäle.
Tipico
Tipico ist eine der bekanntesten Wettmarken im deutschsprachigen Raum. Die Erlaubnis für Tipico besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Die Tipico-App bewirbt Cashout und Live-Wetten direkt in der Store-Beschreibung. UFC ist fester Bestandteil des Programms.
Die Besonderheit: Tipico ist im Markt mit der höchsten Sichtbarkeit präsent – stationäre Shops, Sponsoring, Werbung. Die App ist auf einem Reifegrad, der sie für viele Nutzer zur Standard-App macht. Die Tipico-Sportwettensteuer wird intern behandelt, was sich je nach Aktion in den Quoten niederschlagen kann.
Winamax
Winamax ist die jüngere Marke im europäischen Wettmarkt, in Deutschland seit dem 29. Juni 2021 auf der Whitelist. Winamax wirbt im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für UFC ist das nicht direkt übertragbar – die Studie erfasst keine MMA-Kämpfe.
Die Besonderheit: Winamax TV bringt Live-Streams aus den großen europäischen Fußballligen, den Grand Slams, der ATP, der WTA, der NBA und der NFL ins Kundenkonto. UFC ist nicht Teil dieses Streams – aber wer Sportarten parallel wettet, bekommt ein integriertes Streaming-Angebot.
AdmiralBet
AdmiralBet ist die Sportwetten-Marke der Greentube Betting Malta Limited, die seit dem 9. Oktober 2020 eine Erlaubnis für AdmiralBet hält. Folgeerlaubnisse wurden am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 erteilt – AdmiralBet ist einer der Anbieter mit den meisten Folgeanträgen in der Liste. Auch für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Die Besonderheit: AdmiralBet gehört zum Novomatic-Ökosystem, was sich in der Plattformintegration und im Stationsnetz zeigt. Für UFC ist das Programm enthalten, die Marke ist stärker in der Breite als in der Tiefe.
MERKUR BETS
MERKUR BETS ist die Marke der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe und ist im stationären Automatenspiel stark verwurzelt.
Die Besonderheit: Die Marke bringt Erfahrung aus dem Spielhallen-Geschäft in die Online-Welt. Für UFC-Kämpfe ist MERKUR BETS im Programm, aber die Marke ist nicht in erster Linie als UFC-Spezialist bekannt.
Tipwin
Tipwin hat die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen am 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes – die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Damit ist Tipwin über drei weitere Jahre im Basketball-Sponsoring engagiert.
Die Besonderheit: Die DBB-Partnerschaft gibt Tipwin ein Standbein im deutschen Mannschaftssport. Für UFC ist das Programm enthalten, aber nicht der Schwerpunkt der Marke. Wer eine Wett-Marke mit deutschem Verbandsbezug sucht, ist hier richtig.
DAZN Bet
DAZN Bet ist das Wettprodukt hinter dem Streaming-Angebot DAZN. Die Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023, Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. DAZN überträgt UFC in Deutschland – die Verbindung zwischen Streaming und Wette liegt nahe.
Die Besonderheit: DAZN ist in Deutschland der Hauptübertragungspartner für UFC. Wer DAZN schaut und parallel wetten will, findet mit DAZN Bet den passenden Buchmacher. Das ist die natürlichste Kombination aus Übertragung und Wette – was nicht heißt, dass sie für jeden die beste ist.
LeoVegas
LeoVegas hat die Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 – der jüngste Anbieter in dieser Liste. Inhaber ist die LVSports Limited. Eine Casino-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht bereits seit dem 27. Februar 2023.
Die Besonderheit: LeoVegas bringt Casino-Erfahrung in den Wettmarkt und ist als relativ junger Whitelist-Anbieter mit einer frischen Plattformgestaltung gestartet. Für UFC ist das Programm enthalten, aber die Marke ist im Sportwetten-Markt noch im Aufbau.
Sportwetten.de
Sportwetten.de ist die Marke der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Der Markenname enthält die TLD – das ist legal in Deutschland, weil die Domain selbst auf der Whitelist steht.
Die Besonderheit: Der Name enthält die Domain-Endung, was ungewöhnlich ist – aber solange die Domain auf der Whitelist steht, ist das ein zulässiger Markenname. Sportwetten.de gehört zu den ersten Anbietern mit deutscher Erlaubnis.
Zahlungsmethoden: was im UFC-Kontext zählt
Wer auf UFC wetten will, zahlt ein und aus. In Deutschland gilt eine harte Regel: Die Zahlung muss von einem Konto auf den eigenen Namen kommen – § 6b Abs. 4 GlüStV verlangt ein Zahlungskonto bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen.
Was das für Ein- und Auszahlung bedeutet
Die Folge ist klar: Kreditkarte und SEPA-Lastschrift vom eigenen Konto sind Standard. E-Wallets funktionieren, solange das Wallet auf den eigenen Namen läuft – Skrill, Neteller, PayPal im eigenen Konto. Prepaid-Karten ohne Identitätsnachweis sind ausgeschlossen, ebenso Krypto-Zahlungen ohne Identitätsbezug. Das ist die Mechanik, die Krypto- und anonyme Prepaid-Angebote aus der lizenzierten deutschen Wett-Welt heraushält.
Warum die eigene-Name-Regel existiert
Die Regel ist nicht Schikane. Sie ist die Anti-Geldwäsche-Architektur des Glücksspielstaatsvertrags. Geld, das auf einem Wettkonto landet, muss nachvollziehbar sein – woher es kommt, wem es gehört, wohin es geht. Die Offshore-Welt kennt diese Architektur nicht. Sie nimmt Zahlungen aus jeder Quelle an. Das ist Teil ihrer Marktposition – und der Grund, warum die GGL vor ihr warnt.
Welche Methoden die Anbieter konkret anbieten
Die genauen Methoden sind eine Frage des einzelnen Anbieters. Die Top-Anbieter in Deutschland akzeptieren SEPA-Lastschrift, Kreditkarte (Visa, Mastercard), Sofortüberweisung, PayPal im eigenen Konto, Skrill und Neteller. Paysafecard funktioniert nur, wenn das Konto auf den eigenen Namen läuft – was bei Prepaid-Karten ohne Identitätsregistrierung nicht der Fall ist. Krypto bleibt außen vor. Wer eine konkrete Methode sucht, prüft sie im Anbieter-Konto vor der Einzahlung – das ist schneller als jede Liste.
Bonus und Werbeaktionen: was sie taugen
Wer in Deutschland eine Sportwettenwerbung sieht, kommt an Bonusaktionen kaum vorbei. Der Glücksspielstaatsvertrag hat keine konkrete Regel, die einen Sportwettenbonus beschränkt – Beträge, Umsatz und Mindestquoten kommen aus den AGB jedes Anbieters. Werbeanzeige für unerlaubte Anbieter ist verboten – was dazu führt, dass lizenzierte deutsche Anbieter mit ihren Aktionen präsent sind.
Was ein Bonus wirklich kostet
Wer einen Bonus bekommt, bekommt ihn nicht geschenkt. Die Bedingungen stehen in den AGB: Wie oft muss der Bonus umgesetzt werden? Welche Mindestquote gilt? Welche Märkte zählen – und welche nicht? Wie lange ist die Frist? Wer das nicht liest, erlebt eine Überraschung, wenn die Auszahlung scheitert, weil eine Quote unter der Mindestquote lag oder ein Markt nicht zählte.
Bonusbedingungen als Eigenrecherche
Wer einen Bonus annimmt, sollte die Bedingungen einmal lesen – nicht „durchlesen“, sondern re-aktiv. Eine typische Bedingung: Bonusbetrag × Faktor (etwa 5×) muss zu einer Mindestquote von 1,80 oder höher umgesetzt werden. Wer 100 € Bonus bekommt und ihn zu 5 × 100 = 500 € umsetzen muss, verteilt 500 € Einsatz auf seine UFC-Wetten. Bei einer angenommenen Marge von 5 % gibt das 25 € durchschnittlichen Verlust allein durch die Marge – bevor der Bonusbetrag überhaupt reingespielt ist. Das ist die Rechnung, die hinter dem „risikofreien Bonus“ steht.
Der Werbebegriff „risikofrei“
Wer Werbung mit „risikofreier Wette“ oder „Freebet“ sieht, liest genau hin. Eine Freebet ist in der Regel eine Gratiswette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird: Wer eine 10 € Freebet auf Quote 3,00 nutzt und gewinnt, bekommt 30 € zurück – nicht 40 €. Der Werbebegriff „risikofrei“ bedeutet in der Praxis: Der Einsatz ist verschenkt, der Gewinn ist echt. Das ist ein anderes Geschäft als eine Cash-Einzahlung mit 100 €.
Werbezeiten und Werberegeln
Das Werberecht für Sportwetten ist weniger streng als für Slots und Online-Casino: Werbung zwischen 6 und 21 Uhr ist für Sportwetten erlaubt, für andere Glücksspiele nicht. Vor und während der Live-Übertragung eines Ereignisses darf auf dem übertragenden Kanal nicht für Wetten auf genau dieses Ereignis geworfen werden. Werbung mit aktiven Sportlern oder Schiedsrichtern ist untersagt – was die typische Werbe-Ästhetik einschränkt. Affiliate-Vergütung darf nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz laufen.
Wettsteuer: wer sie zahlt und wie sie wirkt
Die Sportwettensteuer regelt §§ 16–25 RennwLottG. Sie beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus die Steuer selbst“ – effektiv etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19).
Was das für die Quote bedeutet
Ob und wie die Steuer an den Kunden weitergegeben wird, ist die Entscheidung des Anbieters. Winamax bewirbt ausdrücklich „0 % Wettsteuer“. Andere Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab – ein 100-€-Gewinn wird zu 95 € ausgezahlt. Wieder andere verrechnen sie intern und zeigen die Quote entsprechend niedriger. Was der einzelne Anbieter macht, steht in seinen AGB – und sollte vor der ersten Einzahlung gelesen werden.
Die Steuer ist kein Lizenzbeweis
Wer glaubt, die Steuer sei ein Beweis für eine Lizenz, irrt. Die Steuer wird auch von Offshore-Anbietern gezahlt, die in Deutschland keine Erlaubnis haben. Die Steuer ist eine finanzamtliche Frage, nicht eine aufsichtsrechtliche. Sie sagt nichts über den Whitelist-Status.
Was am Ende auf dem Konto landet
Ein Beispiel: Wer 100 € auf Quote 1,90 setzt und gewinnt, bekommt 190 € zurück. Ohne Steuer wäre das 90 € Gewinn. Bei einer Steuerweitergabe von 5,03 % auf den Einsatz werden 5,03 € abgezogen – der Gewinn ist 84,97 €. Bei 5,03 % auf den Bruttogewinn wären es 85,47 € – abhängig von der konkreten Berechnung des Anbieters. Das ist die Größenordnung, um die es pro Wette geht.
Wann die UFC im deutschen Wettkalender steht
UFC-Events verteilen sich übers Jahr. Im Schnitt gibt es mehrere Kampfabende pro Monat – in der Regel mit Hauptkämpfen am Samstagabend US-Ostküstenzeit, was in Deutschland oft Sonntag früh oder spät am Samstagabend bedeutet. Dazu kommen die UFC-Nummerierten-Events (UFC 300, UFC 310) und die Pay-Per-View-Karten mit Titelkämpfen.
Wie der Wettkalender entsteht
DAZN überträgt in Deutschland viele UFC-Events. Die Buchmacher bauen ihr Wettprogramm entsprechend – die Hauptkämpfe sind Vortage vor dem Event verfügbar, Vorkämpfe oft erst Stunden vor Beginn. Wer früh wetten will, hat in der Regel die besseren Quoten – der Markt ist noch nicht vollständig eingepreist. Wer spät wetten will, hat aktuellere Informationen, dann sind sie es nicht.
Was Titelkämpfe für den Wettmarkt bedeuten
Ein Titelkampf ist der Liquiditäts-Magnet des Events. Hier konzentriert sich das Geld, hier ist die Quote am engsten. Wer auf einen Titelkampf wettet, bekommt die niedrigste Marge. Wer auf einen Vorkampf wettet, bekommt höhere Quoten – aber auch weniger Recherchematerial und höhere Marge.
Wie der Wettschein am Kampfabend abläuft
Wer zum ersten Mal auf UFC wettet, durchläuft fünf Schritte. Sie sind überall gleich – egal, welcher Anbieter.
Konto und Verifizierung
Ein Konto wird angelegt, mit Namen, Adresse und Geburtsdatum. Die Verifizierung läuft per Video-Ident oder Ausweis-Upload. Solange die Verifizierung läuft, gilt das 72-Stunden-Übergangsregime – maximal 100 € Einzahlung, keine Auszahlung. Wer nicht innerhalb von 72 Stunden verifiziert, kann nicht mehr einzahlen, bis die Verifizierung steht.
Einzahlung und Limit
Einzahlung läuft über die akzeptierte Zahlungsmethode – SEPA, Kreditkarte, Sofort, PayPal im eigenen Konto. Die Einzahlung wird auf das zentrale 1.000-€-Monatslimit angerechnet. Wer 200 € einzahlt, hat 800 € im Monat übrig – über alle Anbieter hinweg.
Wette platzieren
Kampf auswählen, Markt auswählen, Quote prüfen, Einsatz eingeben. Die App oder der Desktop zeigen die mögliche Auszahlung – abzüglich der Steuer, falls der Anbieter sie weitergibt. Der Wettschein wird bestätigt. Eine Bestätigungsmail geht raus.
Kampf abwarten
Der Kampf findet statt. Auszahlungen werden erst nach dem offiziellen Ende gewertet – nicht vor. Live-Wetten während des Kampfes sind im deutschen Erlaubnisrahmen eingeschränkt (siehe oben).
Auszahlung
Wer gewonnen hat, bekommt den Gewinn auf das Zahlungskonto, von dem die Einzahlung kam. Auszahlung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren nach Kontoschließung (§ 6b Abs. 6–7) – bei laufendem Konto sind die Auszahlungszeiten anbieterabhängig.
Verantwortungsvolles Wetten: der Blick über den Tipp hinaus
Wer auf UFC wettet, wettet auf einen Sport mit schnellen Wendungen. Ein Kämpfer dominiert zwei Runden, wird in der dritten gestoppt. Wer in der Pause seine Wette versichern will, hat Cash Out. Wer nicht mehr wetten will, hat den Panikbutton. Wer eine Pause braucht, hat OASIS.
Wenn das Wetten zur Belastung wird
Es gibt Signale, die auf ein Problem hinweisen: Wetten, die vor dem Kampf nicht geplant waren. Einsätze, die über das eigene Budget hinausgehen. Der Gedanke, Verluste mit der nächsten Wette ausgleichen zu müssen. Wer eines dieser Zeichen bei sich erkennt, sollte den Panikbutton drücken – 24 Stunden Sperre, ohne Formalitäten. Wer eine längere Pause braucht, beantragt die OASIS-Selbstsperre – mindestens drei Monate, je nach Antrag länger. Die Sperre gilt anbieterübergreifend für alle lizenzierten Anbieter in Deutschland.
Hilfe holen
Wer professionelle Hilfe sucht, findet sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und bei den Länder-Spielsucht-Beratungsstellen. Die Anbieter selbst verlinken auf ihrer Seite auf Hilfsangebote – wer einen Anbieter ohne solche Verlinkung findet, hat einen weiteren Hinweis auf mangelnde Compliance.
Häufige Fragen
Ist Wetten auf UFC in Deutschland legal?
Ja – aber nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV der einzige Test einer gültigen Lizenz. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, bewegt sich im unerlaubten Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV – ohne OASIS-Schutz und ohne deutsche Beschwerdemöglichkeit.
Wie finde ich einen erlaubten UFC-Wettanbieter?
Der schnellste Weg führt über die Whitelist der GGL auf glücksspiel-behoerde.de. Die Liste ist nach Erlaubnistyp sortiert – wer unter „Sportwetten“ steht, darf UFC-Wetten annehmen. Die Domain in der Whitelist ist die Domain, bei der gewettet werden darf – jede andere Schreibweise oder Endung ist verdächtig.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Quote und Einsatz?
Eine Quote von 2,10 auf 10 € Einsatz zahlt bei einem Sieg 21 € zurück – 10 € Einsatz plus 11 € Gewinn. Die Quote enthält die Marge des Anbieters, die bei Hauptkämpfen in der Größenordnung von etwa 5 % liegt. Wer auf zwei Kämpfer mit 1,90 / 1,90 wettet, wettet effektiv mit rund 5 % Marge – der Buchmacher behält davon auf lange Sicht etwa 5 € je netto übrig.
Sind Live-Wetten während eines UFC-Kampfs erlaubt?
Während eines laufenden Kampfes darf in Deutschland nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Komponenten gewettet werden – nicht auf „nächster Treffer“ oder „nächster Takedown“. Spezialmärkte, die internationale Plattformen anbieten, sind im deutschen Erlaubnisrahmen nicht verfügbar. Wer sie sucht, landet zwangsläufig bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Welche Zahlungsarten sind erlaubt?
Die Zahlung muss von einem Konto auf den eigenen Namen kommen (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Kreditkarte, SEPA-Lastschrift und E-Wallets im eigenen Namen funktionieren. Prepaid-Karten ohne Identitätsregistrierung und Krypto-Zahlungen ohne Identitätsbezug sind ausgeschlossen – das ist die Anti-Geldwäsche-Architektur des Glücksspielstaatsvertrags.
Was ist eine UFC-Prognose wert?
Eine Prognose ist eine Einschätzung, keine Voraussage. Wer Reichweite, Stil, Kampfbilanz und Gewichtsklasse vergleicht, hat eine bessere Ausgangsbasis als der Bauch – aber die Quote des Marktes ist die zweite Meinung, gegen die die eigene Einschätzung Value haben muss. Auf lange Sicht gewinnt die Marge des Buchmachers, nicht der Tipper. Wer dauerhaft gewinnt, hat einen informationellen Vorteil – den die meisten nicht haben.
Sportarten – livewetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «livewetteninfo.com»
