Online auf Radsport wetten: Anbieter, Märkte und Regeln im Überblick
Wer in Deutschland online auf Radsport wetten will, hat eine überschaubare Auswahl an seriösen Adressen. Die ist nicht klein – aber sie ist klar umrannt: Wer eine Wette auf das Gelbe Trikot platzieren will, muss bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielen, und er muss sich an Regeln halten, die für andere Sportarten nicht in dieser Schärfe gelten. Was das in der Praxis heißt, welche Anbieter auf der Liste stehen und wo die Marge des Buchmachers zuschlägt, zeigt diese Seite.

*Datenstand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.*
Zehn GGL-lizenzierte Anbieter für Radsport-Wetten im Vergleich
Die folgende Gegenüberstellung zeigt, welche Anbieter derzeit eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL halten und damit in Deutschland legal Radsport-Wetten annehmen dürfen. Sie ist keine Empfehlung – sieben der zehn Inhaber sitzen in Malta, einer ist eine deutsche GmbH, und die Erlaubnis ist bei allen gleichermaßen an die Auflagen des Glücksspielstaatsvertrags gebunden.
| Anbieter | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited, Malta | 19.11.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH, Deutschland | 18.11.2020 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Malta | 09.10.2020 |
| Betway | Betway Limited, Malta | 09.03.2021 |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited, Malta | 09.10.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Malta | 09.10.2020 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Malta | 02.11.2020 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta | 22.04.2026 |
Die Erlaubnis ist Voraussetzung, nicht Eigenwerbung: Die Whitelist führt die Domain mit Datum der Erst- und Folgeerlaubnisse, sie nennt aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, wird aber bei Folgebescheiden ohne Lücke verlängert. Wer auf Nummer sicher gehen will, wirft vor der Registrierung einen Blick in die Whitelist – sie ist die einzige Instanz, die verbindlich sagt, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten annehmen darf.
Sportwetten.de – der Newcomer aus dem Verbund der sportwetten.de-Gruppe
Hinter Sportwetten.de steht die NetX Betting Limited mit maltesischem Sitz. Die Erstgenehmigung stammt vom November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde im Dezember 2022 erteilt. Damit zählt die Seite zu den frühen GGL-lizenzierten Adressen im deutschen Markt und hat den Wechsel vom grauen in den legalen Bereich als eine der ersten mitgemacht. Wer einen Anbieter sucht, der sich auf den deutschsprachigen Markt konzentriert, ist hier richtig – eine Marktbreite wie bei den internationalen Platzhirschen sollte man allerdings nicht erwarten.
AdmiralBet – Spielautomaten-Wurzeln, später Sportwetten dazu
Die Greentube Betting Malta Limited ist die Konzerntochter des österreichischen Glücksspielanbieters Novomatic. Sportwetten sind in dem Verbund ein jüngeres Standbein: Die Erstgenehmigung der GGL datiert auf Oktober 2020, Folgeerlaubnisse folgten im Dezember 2022 und im Juli 2024. Wer AdmiralBet vor allem aus der Spielautomaten-Welt kennt, sollte den Sportwetten-Bereich als eigenständiges Produkt betrachten – die Automaten-Erlaubnis greift hier nicht.
ODDSET – die deutsche Ausnahme unter den Anbietern
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist die einzige deutsche Gesellschaft in dieser Aufstellung; das Regierungspräsidium Darmstadt hat sie im Dezember 2022 mit einer Folgeerlaubnis ausgestattet, nachdem sie bereits seit November 2020 eine Genehmigung hielt. Die Marke gehört zum staatlichen Glücksspielsegment und war vor der Regulierungswelle vor allem über die Annahmestellen von Lottogesellschaften präsent. Wer bei einem Anbieter mit deutschem Gesellschaftssitz und deutscher Aufsicht wetten will, hat hier die einzige Adresse – ein Vorteil, der über die Wettmärkte hinausgeht.
bwin – der internationale Standard auf dem deutschen Markt
bwin (Deutschland) Limited sitzt in Gzira auf Malta und gehört zum Entain-Konzern. Die GGL-Erlaubnis besteht seit Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde im Dezember 2022 erteilt. bwin gehört zu den bekanntesten Sportwetten-Marken Europas, und das spiegelt sich in der Marktbreite. Wer Radsport-Klassiker und WorldTour-Etappen mit großer Auswahl wetten will, findet hier in der Regel das umfangreichste Wettprogramm – vorausgesetzt, das Rennen ist Teil des Programms, was bei kleineren Rennen nicht selbstverständlich ist.
Betway – Cash-Out und Konfigurator als Unterscheidungsmerkmal
Die Betway Limited mit Sitz in Malta hält seit März 2021 eine GGL-Erlaubnis, die im Dezember 2022 erneuert wurde. Cash-Out gehört zu den Funktionen, die Betway nach eigenen Angaben prominent im Wettkonto platziert: Das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ zeigt an, ob eine Wette vorzeitig ausgewertet werden kann – ganz oder teilweise. Hinzu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Für Radsport-Wetten bedeutet das: Wer parallel zu laufenden Rennen auch auf Fußballspiele setzt, hat ein Werkzeug, das die Wettenstruktur zusammenstellt.
MERKUR BETS – die Spielhallen-Marke im Sportwetten-Markt
Die Merkur Bets Malta Limited gehört zur Gauselmann-Gruppe und hält die GGL-Erlaubnis für Sportwetten seit November 2023. Damit ist sie die zweitjüngste Erlaubnis in dieser Liste – und die erste Erlaubnis einer Marke, die man bislang vor allem aus der Spielstätten- und Automaten-Welt kannte. Wer die Marke aus dem stationären Vertrieb kennt, wird im Online-Sportwetten-Bereich weniger versierte Strukturen vorfinden als bei den etablierten Wettbewerbern; das muss kein Nachteil sein, wenn der Radsport-Markt im Programm enthalten ist.
NEO.bet – kleiner Anbieter, deutscher Anspruch
Die Greenvest Betting Limited betreibt NEO.bet mit GGL-Erlaubnis seit Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis folgte im Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als deutschsprachiger Anbieter ohne den internationalen Konzernballast – ein Vorteil für Leser, die einen schmaleren, übersichtlicheren Wettbereich dem Großanbieter vorziehen. Wie breit das Radsport-Programm ausfällt, sollte vor der Registrierung geprüft werden: Die Lizenz garantiert nur, dass legal gewettet werden darf, nicht wie viele Rennen angeboten werden.
bet365 – das größte Wettprogramm der Branche
Hillside (Europe) ENC, die Malta-Gesellschaft hinter bet365, gehört zur britischen bet365-Group und hält die GGL-Erlaubnis seit Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Was bet365 vom Wettbewerb abhebt, ist schlicht die Zahl der Märkte: Wenn ein Rennen stattfindet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es bei bet365 im Wettprogramm steht – einschließlich Spezialmärkten auf Etappenverlauf, Trikotwertungen und Head-to-Head-Duelle. Wer die größte Auswahl sucht, hat hier den Maßstab.
Interwetten – österreichische Wurzeln, deutsche Erlaubnis
Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, betreibt Interwetten seit November 2020 mit GGL-Erlaubnis; eine Folgeerlaubnis wurde im Dezember 2022 erteilt. Interwetten ist eine der ältesten Sportwetten-Marken im deutschsprachigen Raum. Wer einen Anbieter mit langer Historie und gefestigter Marktstellung sucht, ist hier richtig – die Wettprogramm-Breite liegt eher im Mittelfeld als an der Spitze.
Bet3000 – die jüngste Erlaubnis im Test
Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, hat die GGL-Erlaubnis für Bet3000 im April 2026 erhalten – und ist damit der einzige Anbieter in dieser Liste, dessen Erlaubnis keine fünf Jahre alt ist. Bet3000 war im stationären Wettgeschäft über Jahre bekannt, und die Online-Sportwetten-Erlaubnis kam spät. Für Leser zählt hier weniger das Alter der Marke als die Frage, ob das Online-Programm inzwischen die gleiche Tiefe hat wie bei den Wettbewerbern.
Grundlagen: Was eine Radsport-Wette in Deutschland ausmacht
Wer auf Radsport wettet, wettet fast immer auf eines von drei Dingen: den Ausgang eines Rennens, den Ausgang einer Etappe oder den Ausgang einer Wertung über mehrere Etappen. Hinzu kommen Spezialmärkte auf Trikots – das Gelbe, das Grüne, das Gepunktete und das Weiße – und Vergleiche zwischen Fahrern, etwa wer besser abschneidet als ein anderer oder wer die Bergwertung gewinnt. Wer bei einem der GGL-lizenzierten Anbieter seinen Wettschein füllt, bekommt je nach Anbieter und Rennstatus unterschiedliche Märkte angeboten: bei der Tour de France das volle Programm, bei kleineren WorldTour-Rennen Etappensieger und Gesamtwertung, bei Eintagesrennen Sieger und Podium.

Was eine Quote enthält, ist nicht das, was am Ende ausgezahlt wird – es ist das, was der Anbieter verspricht, falls die Wette eintritt. In dieser Quote steckt eine Marge. Sie ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro behält. Bei einem ausgeglichenen Markt zu beiden Seiten mit der Quote 1,90 errechnet sich eine Auszahlungsquote von 95 Prozent – das heißt: 95 Cent von jedem Euro Einsatz fließen zurück an die Spielenden, 5 Cent bleiben beim Anbieter. Genau diese 5 Prozent Marge sind es, die bei großen Sportwetten-Märkten typischerweise anfallen; bei kleineren Märkten oder kurz vor dem Start eines Rennens kann sie auch höher ausfallen. Wer zwei oder mehr Wetten zu einer Kombiwette zusammenfügt, multipliziert die Quoten – die Marge wächst dabei mit, weil die Buchmacher-Marge jedes einzelnen Markts erhalten bleibt.
Rechtslage: GGL-Erlaubnis und das, was sie ändert
Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021). Er hat die Zuständigkeit für Sportwetten-Erlaubnisse bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) gebündelt. Wer in Deutschland Sportwetten – auch auf Radsport – anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV; diese Erlaubnis wird in der GGL-Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV öffentlich geführt. Die Whitelist ist nicht dekorativ. Sie ist die einzige verbindliche Antwort auf die Frage, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten annehmen darf. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Malta oder Curaçao hat hier keine Gültigkeit, und die Whitelist prüft allein die deutsche Erlaubnis.

Die GGL hat im September 2026 nochmals ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Hintergrund ist nicht nur die Spielsuchtprävention – wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Zwar haben deutsche Gerichte in mehreren Verfahren Anbieter ohne GGL-Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt, und der Bundesgerichtshof hat die Frage, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit dem entgegensteht, im Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen im März 2026 grundsätzlich die Möglichkeit einer Rückzahlungspflicht bejaht, mit einer Ausnahme für Zeiten, in denen Behörden die Lizenzpflicht nicht durchgesetzt haben. Was das im Einzelfall bedeutet, ist nicht allgemein vorherzusagen – wer von vornherein bei einem GGL-lizenzierten Anbieter spielt, spart sich die Frage.
Was bei GGL-lizenzierten Anbietern anders ist: Die Wettsteuer von 5,3 Prozent wird vom Veranstalter der Wette abgeführt, nicht vom Spielenden direkt – ob und wie sie an die Quote angehängt wird, ist Sache des Anbieters und variiert. Wer bei einem Anbieter ohne GGL-Erlaubnis spielt, hat diese Sicherheit nicht. Hinzu kommen die Spielerschutz-Mechanismen, die nur in der lizenzierten Welt funktionieren: OASIS, das Einzahlungslimit und die Aktivitätsdatei.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und die Grenze von 1.000 Euro
Drei Mechanismen machen den Spielerschutz im lizenzierten deutschen Markt aus, und alle drei greifen bei Radsport-Wetten genauso wie bei jeder anderen Wette.
Das eine ist OASIS, die Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Bei jeder Registrierung und bei jedem Login wird geprüft, ob die Person gesperrt ist; wer selbst eine Sperre beantragt, ist mindestens drei Monate gesperrt, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Das zweite ist die LUGAS-Limitdatei nach § 6c Abs. 1 GlüStV: Das monatliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 Euro im Monat, summiert über alle Anbieter, an die ein Spielender gebunden ist. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 Euro ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich – eine Selbsterklärung reicht nicht. Das dritte ist die Aktivitätsdatei nach § 6h GlüStV, die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ausschließt.
Hinzu kommt die Identitätsprüfung nach § 6a GlüStV. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen erlauben. Wer Radsport-Wetten über mehrere Tage oder gar über die dreiwöchige Dauer einer großen Rundfahrt platzieren will, kommt um die Verifizierung nicht herum – das ist Absicht, nicht Bürokratie. Anbieter ohne GGL-Erlaubnis sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen, und genau darin liegt einer der praktischen Unterschiede zwischen einem Whitelist-Anbieter und einem Drittanbieter.
Spielplan: WorldTour, Frühjahrsklassiker und die Tour de France
Die Radsport-Saison folgt einem Rhythmus, der seit Jahrzehnten ähnlich ist: Im Frühjahr die Eintages-Klassiker, im Sommer die großen Rundfahrten, im Herbst die Herbst-Klassiker. Die Frühjahrsklassiker gehören zu den ältesten Rennen der Sportart – Lüttich–Bastogne–Lüttich wird seit 1892 ausgetragen, Paris–Roubaix seit 1896 und Mailand–San Remo seit 1907. Diese Rennen haben jeweils eigene Profile: Paris–Roubaix ist das Pflaster-Klassikum, Lüttich–Bastogne–Lüttich das der Hügel, Mailand–San Remo das des Frühlings. Wer auf einen Sieger wettet, wettet auf einen Fahrer, der zu diesem Profil passt.
Die UCI WorldTour ist seit 2011 die höchste Rennserie des Radsports und Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour; sie umfasst in der aktuellen Liste 36 Rennen, darunter die Grand Tours, die Eintages-Klassiker und wichtige Etappenrennen. Für Wettende bedeutet das: Nahezu jedes dieser Rennen steht bei den GGL-lizenzierten Anbietern im Programm, in der Regel mit Etappensieger-, Gesamtsieger- und Podiumsmärkten. Bei kleineren WorldTour-Rennen kann das Programm schmaler ausfallen – bei reinen Eintagesrennen ist der Sieger-Markt oft der einzige gut handelbare Markt.
Die Tour de France ist die bekannteste Rundfahrt und seit 1903 ausgetragen; der Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) richtet das Rennen seit 1992 aus. An der Tour nehmen 21 bis 22 Profimannschaften teil, darunter 18 UCI WorldTeams; seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern, vorher waren es neun. Meist stehen etwa zwanzig Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm. Diese Struktur spiegelt sich im Wettprogramm: Es gibt den Gesamtsieger-Markt, den Etappensieger-Markt für jeden Tag, die Trikotwertungen (Gelb für die Gesamtwertung, Grün für die Punktewertung, Gepunktet für die Bergwertung, Weiß für die Nachwuchswertung) und Vergleichsmärkte zwischen einzelnen Fahrern.
Das Gelbe Trikot wurde 1919 eingeführt; wer auf die Gesamtwertung wettet, wettet auf eine Wertung, die sich über drei Wochen Etappen zusammensetzt. Beim Grünen Trikot – der Punktewertung – war Erik Zabel mit sechs Siegen der Rekordhalter. Die Bergwertung wird seit Jahrzehnten von Spezialisten dominiert, die Nachwuchswertung honoriert Fahrer unter 25 Jahren. Diese Märkte sind bei großen Rundfahrten der Kern des Radsport-Wettprogramms.
Was die Quoten bei großen Rundfahrten angeht, lohnt ein Blick auf die Formkurve: Fahrer, die beim Frühjahrsklassiker überzeugt haben, gehen oft mit niedrigeren Quoten in die Tour, Fahrer nach Verletzungen oder mit schwacher Vorbereitung mit höheren. Der Buchmacher reagiert auf die Nachrichtenlage – Märkte können sich also vom Zeitpunkt der Quotenstellung bis zum Start der Etappe deutlich verändern.
Rekordsieger der Tour mit jeweils fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar; Pogačar gewann 2020, 2021 und von 2024 bis 2026. Diese Historie hilft beim Lesen von Quoten: Ein Fahrer mit Vorgeschichte in ähnlichen Rennen bekommt tendenziell andere Quoten als ein Fahrer ohne.
Was Live-Wetten angeht, ist die Lage in Deutschland eine andere als in anderen Märkten. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Sportereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse im Spiel zulässig. Bei einem Radrennen bedeutet das: Live-Wetten sind im Wesentlichen auf den Ausgang des Rennens oder der Etappe beschränkt. Wer auf den nächsten Sturz, den nächsten Ausreißer oder die nächste Tempoverschärfung wetten will, findet diese Märkte bei GGL-lizenzierten Anbietern in Deutschland nicht. Cash-Out ist eine betriebliche Funktion des Anbieters, keine regulatorische – wer Cash-Out nutzt, lässt sich den Gewinn oder einen Teil davon vorzeitig auszahlen, und ob das angeboten wird, hängt vom Anbieter und der Wette ab.
Häufige Fragen zum Radsport-Wetten in Deutschland
Wie wettet man auf Radsport, und bei welchen Anbietern ist das in Deutschland erlaubt?
In Deutschland darf nur bei Anbietern mit GGL-Erlaubnis auf Radsport gewettet werden. Wer einen Wettschein abgeben will, registriert sich bei einem der zugelassenen Anbieter, verifiziert seine Identität und kann dann auf Sieger, Etappensieger, Gesamtwertung oder Trikotwertungen wetten – das Programm variiert je nach Rennen und Anbieter. Eine Wettsteuer von 5,3 Prozent wird vom Veranstalter der Wette abgeführt; ob sie die Quote schmälert, hängt vom Anbieter ab.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Etappensieger, Gesamtsieger oder Trikotwertungen?
Die zentralen Märkte sind der Gesamtsieger, der Etappensieger für jede Etappe und die Trikotwertungen: Gelb für die Gesamtwertung, Grün für die Punktewertung, Gepunktet für die Bergwertung und Weiß für die Nachwuchswertung. Hinzu kommen bei vielen Anbietern Spezialmärkte auf Mannschafts- und Vergleichswetten. Der Detailgrad hängt vom Anbieter und vom Rennstatus ab; bei kleineren WorldTour-Rennen fällt das Programm in der Regel schmaler aus als bei der Tour.
Welche Live-Wetten sind bei einem laufenden Radrennen in Deutschland zulässig, und wie funktioniert Cash-out?
Nach dem Glücksspielstaatsvertrag sind Live-Wetten während eines laufenden Rennens nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse zulässig – bei einem Radrennen bleiben damit vor allem Sieger- und Podiumsmärkte handelbar. Märkte auf den nächsten Ausreißer oder den nächsten Etappenverlauf sind in der lizenzierten Welt nicht verfügbar. Cash-out ist eine Funktion des Anbieters: Wer eine offene Wette hat, kann sich den Gewinn vorzeitig auszahlen lassen, wenn der Anbieter das anbietet – Höhe und Verfügbarkeit variieren je nach Anbieter und Wettstatus.
Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette mit der Quote 8,00 und 5 € Einsatz?
Bei einer Einzelwette mit der Quote 8,00 und einem Einsatz von 5 Euro ergibt sich eine Brutto-Auszahlung von 5 × 8,00 = 40 Euro; der Nettogewinn – also Auszahlung minus Einsatz – beträgt 35 Euro. Bei einer Kombiwette mit mehreren Quoten multiplizieren sich die Quoten, bevor sie mit dem Einsatz multipliziert werden; die Marge jedes enthaltenen Markts bleibt in der kombinierten Quote erhalten. Das gilt für Einzel- und Kombiwetten gleichermaßen.
Was zeigt die GGL-Whitelist, und warum sind OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Radsport-Wetten relevant?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt alle Anbieter, die in Deutschland Sportwetten annehmen dürfen, mit Domain, Inhaber und Erlaubnisdatum. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland nicht legal. OASIS ist die Spielersperrdatei, die bei jeder Registrierung geprüft wird. Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat gilt kumuliert über alle Anbieter und ist Teil des Spielerschutzes – bei langen Rundfahrten, die sich über mehrere Wochen hinziehen, ist diese Grenze ein praktischer Anker für die eigene Budgetplanung.
Sportarten – livewetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «livewetteninfo.com»
