Wo und wie sich Cricket-Wetten 2026 in Deutschland lohnen
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Cricket ist in der Breite des deutschen Wettmarktes ein Nischenthema, in der Spitze ein Terminkalenderthema: Wenn die Indian Premier League läuft, die Asche in England brennt oder ein Cricket World Cup ansteht, fragen sich deutsche Wettfreunde, ob ihr Anbieter überhaupt Partien im Programm führt und welche Quoten sie dafür bekommen. Die ehrliche Antwort vorab: Eine Wette auf Cricket ist hierzulande nur dann legal, wenn der Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021 besitzt und auf der offiziellen GGL-Whitelist steht. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Bedeutung; wer dort spielt, bewegt sich außerhalb des Schutzes von OASIS und LUGAS, ohne deutsche Beschwerdestelle und mit dem Risiko, dass Zahlungen blockiert werden.
Die zentrale Auswahl, vor der ein Leser steht, ist deshalb nicht „Wer hat die höchste Quote?“, sondern „Wer hat überhaupt Cricket im Programm und steht gleichzeitig auf der Whitelist?“. Diese Seite geht die Frage in dieser Reihenfolge an: zuerst der direkte Vergleich der zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, dann das Spielmaterial (Formate, Quoten, Livewetten), dann der rechtliche Rahmen, der Verbraucherschutz und am Ende die Frage, welche Wetten überhaupt angeboten werden dürfen. Am Schluss stehen fünf Fragen, die bei jeder Cricket-Wette in Deutschland auftauchen.
Die Top-Anbieter für Cricket im Vergleich
Zehn Anbieter besitzen nach dem Stand vom 02.10.2026 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und sind auf der GGL-Whitelist verzeichnet. Welche davon Cricket in ihr Wettprogramm aufnehmen, ist eine Frage, die nur der Blick in die jeweilige Wettseite beantwortet – die Whitelist listet nur die Erlaubnis, nicht den Sportkatalog. Für die zehn Marken gilt zunächst einmal nur: Sie dürfen in Deutschland überhaupt Sportwetten anbieten, sie nehmen am Sperrsystem OASIS teil und unterliegen dem 1.000-€-Einzahlungslimit pro Kunde und Monat.

Lizenzstatus und Erlaubniszeiträume
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaberin der Erlaubnis | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Tipico | Whitelist – Sportwetten | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
| ODDSET | Whitelist – Sportwetten | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| NEO.bet | Whitelist – Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Tiptorro | Whitelist – Sportwetten | Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| DAZN Bet | Whitelist – Sportwetten | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportwetten.de | Whitelist – Sportwetten | NetX Betting Limited | 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| 888sport | Whitelist – Sportwetten | 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Betway | Whitelist – Sportwetten | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| bwin | Whitelist – Sportwetten | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Interwetten | Whitelist – Sportwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
Was die Tabelle nicht zeigt und was die Seite ergänzen muss: Eine Folgeerlaubnis bedeutet nach § 4c Abs. 1 GlüStV 2021 eine erneute fünfjährige Laufzeit – die Whitelist selbst nennt aber bewusst kein Enddatum, weil sie nur den aktuellen Erlaubnisstand abbildet. Wer wissen will, ob eine bestimmte Domain gerade Cricket führt, muss in das jeweilige Wettprogramm schauen. Was die Tabelle ebenfalls nicht zeigt: Wer zu welcher Konzerngruppe gehört. ODDSET etwa ist die Sportwettensparte der Lotto-Toto-Holding, NEO.bet gehört zur Greenvest-Gruppe, 888sport zur 888 Holdings PLC aus Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist.
Was die Tabelle ebenfalls nicht zeigt: Wo Cricket tatsächlich angeboten wird. Die Whitelist bildet nur die Erlaubnis ab, nicht das Sortiment. Im Schnitt führen die größeren Anbieter internationale Cricket-Turniere während des World Cup oder der IPL im Programm – kleinere Marken oder reine Fußball-Anbieter wie Tipwin, das in Deutschland als Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes auftritt, tauchen in dieser Liste gar nicht auf, weil sie keine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen. Auch die Corona-Krise hat die Auswahl verändert: Die meisten lizenzierten Anbieter haben ihr Cricket-Angebot während der Pandemie 2020/21 zurückgefahren und seitdem nur teilweise wieder hochgefahren.

Was die Tabelle ebenfalls nicht zeigt: Welche Anbieter wirklich Cricket im Programm haben und welche nur Fußball, Tennis und die US-Ligen listen. Wer auf Cricket wetten will, schaut am besten vor der Kontoeröffnung in das Sportwettprogramm der jeweiligen Seite. Wer nach einer Erlaubnis auf der Whitelist sucht, findet auf glücksspiel-behoerde.de eine vollständige Liste, die nach dem Stand vom 02.10.2026 27 Inhaberinnen und Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis führt.
Was die Erlaubnis konkret bedeutet
Eine Erlaubnis auf der GGL-Whitelist ist keine Werbeaussage, sondern ein Verwaltungsakt: Die Inhaberin darf unter ihrer .de-Domain Sportwetten im Internet anbieten, sie nimmt am Sperrsystem OASIS teil und ist an die Einzahlungslimits der LUGAS-Limitdatei gebunden. Wer bei einem dieser Anbieter ein Konto eröffnet, wird bei jeder Anmeldung gegen die zentrale Sperrdatei abgeglichen, gibt einen Identitätsnachweis ab und kann – bis zur vollen Verifizierung – höchstens 72 Stunden mit einem 100-€-Limit spielen. Die Anbieter haften mit einer insolvenzgeschützten Treuhand für Spielerguthaben und zahlen Restguthaben binnen fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühr aus. Genau diese Mechanik fehlt bei jedem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – was die Whitelist zur einzigen ernstzunehmenden Prüfung macht.
Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Gibraltar hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 nochmals ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – im konkreten Fall vor „Platincasino“ –, und sie ist nach § 9 GlüStV 2021 berechtigt, Zahlungen zu blockieren und Netzsperren zu veranlassen. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, spielt ohne deutsche Aufsicht, ohne OASIS-Schutz und ohne die Möglichkeit, sich an eine deutsche Schlichtungsstelle zu wenden.
Wie die Cricket-Wetten bei den einzelnen Anbietern aussehen
Was die Tabelle ergänzend einordnet: Welcher Anbieter bei Cricket typischerweise führt und welcher nicht. Die zehn Marken lassen sich grob in drei Gruppen sortieren.
Die erste Gruppe sind die Anbieter mit breitem internationalem Programm. Tipico, bwin, Interwetten und Betway listen in der Regel Cricket-Weltmeisterschaften, Ashes-Serien und IPL-Spiele, also die Termine, an denen das deutsche Publikum überhaupt eine Wette sucht. Bei Tipico kommt die technische Stärke der App dazu – die „Tipico Cashout“-Funktion erlaubt es, laufende Wetten vorzeitig zu beenden, und das Livewetten-Angebot ist breit. Interwetten gehört zu den Marken, die traditionell ein starkes Tennis- und Livewetten-Angebot haben und Cricket eher als Zusatz führen.
Die zweite Gruppe sind die Marken mit Fokus auf den deutschsprachigen Markt. Sportwetten.de, NEO.bet und Tiptorro sind in Deutschland lizenziert, betreiben aber kein erkennbares Schwerpunktprogramm bei Cricket – das Sportwettprogramm konzentriert sich auf Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Wer dort Cricket sucht, wird in der Regel nur während großer Turniere fündig.
Die dritte Gruppe sind Spezial- und Neueinsteiger. ODDSET wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, der Sportwettensparte der deutschen Lotto-Toto-Holding; das Programm ist eher auf Breite als auf Tiefe angelegt. DAZN Bet ist erst seit dem 22.08.2023 auf der Whitelist und hat ein junges Produkt. 888sport gehört zur 888 Holdings PLC, einem börsennotierten Konzern mit Sitz in Gibraltar, ist aber in Deutschland seit dem 30.06.2021 lizenziert.
Was die Übersicht nicht beantwortet und was ein Leser selbst prüfen muss: Welcher Anbieter gerade bei welcher Partie die beste Quote hat. Cricket-Quoten schwanken stärker als bei Mainstream-Sportarten, weil das Wettvolumen niedriger ist und die Buchmacher ihre Linien seltener anpassen. Wer vor dem Spiel die Quoten vergleicht – Tipico gegen bwin gegen Interwetten –, hat in der Regel die realistischste Chance auf den besten Preis.
Das Urteil zu dieser Gruppe fällt nüchtern aus: Wer Cricket-Wetten in Deutschland platzieren will, hat mit Tipico, bwin und Interwetten die größte Sicherheit, überhaupt eine Partie zu finden; die anderen Marken sind kein schlechter Anbieter, aber Cricket ist bei ihnen nicht das erste Sortiment.
Cricket verstehen: Formate, Wettmärkte und Quoten
Die Spielformate und ihre Wettrelevanz
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Drei Formate prägen den internationalen Kalender.
Test-Matches dauern bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Sie sind die Königsdisziplin, haben aber für deutsche Wettfreunde zwei praktische Nachteile: Sie sind tagesformabhängig (Draw-Unentschieden kommen regelmäßig vor) und die Wettmärkte sind schmaler als bei den kürzeren Formaten. Wer auf ein Test-Match wettet, findet vor allem die klassische Drei-Wege-Wette (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) und einige Spezialmärkte wie „Höchstes Partnership“ oder „First Innings Lead“. ODI – One-Day Internationals – umfassen 50 Overs pro Innings. Twenty20, kurz T20, geht über 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten pro Innings. Beide Formate sind „Limited Overs“, was bedeutet: Jeder Ball zählt, weil die Zahl der Bälle begrenzt ist.
Der Unterschied zwischen den Formaten ist für die Wette entscheidend. In Test-Matches ist die Drei-Wege-Wette oft die einzige realistische Option, weil ein Unentschieden (Draw) wahrscheinlich ist. In ODIs und T20s gibt es in der Regel kein Unentschieden – oder es kommt nur über das „Super Over“ zustande. Das Finale des Cricket World Cup 2019 endete nach 50 Overs 241:241 und im Super Over 15:15; England gewann anhand der Zahl der Boundaries, also der geschlagenen Außenfeld-Treffer. Für deutsche Wettkunden bedeutet das: In Limited-Overs-Formaten sind Drei-Wege-Wetten oft reine Marketing-Instrumente der Buchmacher; die wirklichen Märkte sind „Sieg ohne Unentschieden“ oder „Method of Victory“.
Wie Quoten entstehen und was ein Buchmacher verdient
Eine Wettquote ist der Preis, den der Buchmacher für einen Euro Einsatz zahlt – bei einer Quote von 2,10 erhält der Spieler 2,10 € zurück, wenn seine Wette eintrifft. Der Markt für eine Wette hat in der Regel zwei oder drei mögliche Ausgänge; der Buchmacher setzt die Quoten so, dass die Summe der reziproken Quoten unter 100 % liegt.
Ein einfaches Zwei-Wege-Markt, beide Seiten bei 1,90: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95 – also 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 1,50 / 3,40 / 5,50: 1 ÷ (0,6667 + 0,2941 + 0,1818) = 1 ÷ 1,1426 = 0,875 – 87,5 % Auszahlungsquote und 12,5 % Marge. Die Marge ist das, was der Buchmacher im Schnitt an jedem Euro Einsatz behält; sie ist bei untergeordneten Märkten wie Cricket regelmäßig höher als beim Mainstream-Fußball, wo Auszahlungsquoten von 95 % und mehr die Norm sind.
Die Aussage dieses Beispiels: Bei 1,90/1,90 liegt die Auszahlungsquote zwischen 94 % und 96 %, je nach Rechenweg und Annahmen; bei einem ausgeglichenen Drei-Wege-Markt kann sie auf 87 % bis 90 % sinken. Cricket-Märkte liegen nach Erfahrung der Wettbranche am oberen Ende – ein Buchmacher mit 12 % Marge auf einem Drei-Wege-Markt ist im Cricket-Bereich kein schlechter Anbieter, sondern realistisch. Was das für den Leser bedeutet: Wer auf Cricket testet, vergleicht Quoten Buchmacher für Buchmacher, weil Margen stärker schwanken als im Mainstream-Sport.
Livewetten auf Cricket: was erlaubt ist
Die deutsche Erlaubnis erlaubt Livewetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV 2021 nur während eines laufenden Events und nur auf den Endausgang oder auf eine „nächste Aktion“ – „next goal“ im Fußball, „next set“ im Tennis. Cricket hat hier eine Besonderheit: Die „nächste Aktion“ wäre ein „next wicket“ oder ein „next over“, aber die GGL hat in ihrer Praxis für Cricket keine vergleichbare Komponenten-Wette zugelassen. Praktisch bedeutet das: Livewetten auf Cricket sind in Deutschland auf den Endausgang beschränkt, nicht auf jeden einzelnen Ball.
Was das für den Leser bedeutet: Wer bei Tipico, bwin oder einem anderen Whitelist-Anbieter eine Livewette auf ein laufendes Cricket-Match platzieren will, kann nur auf den Sieg einer Mannschaft oder das Ergebnis nach Over X wetten – Märkte wie „nächster Ball: Six oder Wicket“ wird er in der Regel nicht finden. Das ist kein Defekt des Anbieters, sondern die direkte Folge der deutschen Livewetten-Regel.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die GGL hat für andere Sportarten Komponenten-Wetten erlaubt, die im Cricket nicht zugelassen sind – „next point“ im Tennis, „next basket“ im Basketball. Die Liste ist nicht abschließend, aber Cricket ist nicht aufgeführt, weil „nächster Ball“ ein zu kleines Ereignis ist, um als eigenständige Wette zu gelten. Esports-Wetten sind in Deutschland gar nicht erlaubt; die GGL stellt fest, dass Esports kein Sport im Sinne des GlüStV ist und keine lizenzierten Esports-Wetten existieren.
Spezialmärkte und Wettarten
Neben der klassischen Drei-Wege-Wette und der Wette auf den Endausgang gibt es im Cricket Spezialmärkte, die aber nur in begrenztem Umfang angeboten werden. Dazu gehören „Top Batsman“ (bester Schlagmann des Spiels), „Most Sixes“ (meiste Sechser), „Highest Opening Partnership“ (höchstes Erstmannschafts-Partnership) und – bei T20s – „Total Runs Over/Under“ (Gesamtpunkte über oder unter einer Linie). Welcher Anbieter welche Märkte führt, hängt von der Popularität der Partie ab.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die „Top Batsman“-Wette hat eine Besonderheit, die in den AGB vieler Anbieter steht: Wenn der genannte Spieler nicht im Spiel ist, wird die Wette in der Regel erstattet. Wer darauf wettet, dass Virat Kohli Top Batsman wird, sollte prüfen, ob Kohli in der Aufstellung steht – sonst gibt es Geld zurück, aber auch keinen Gewinn.
Das Urteil zu diesem Block: Cricket-Wetten sind in Deutschland machbar, aber enger als bei Mainstream-Sportarten. Wer die Regeln kennt, kann mit gut verglichenen Quoten auf die großen Turniere und IPL-Spiele setzen; wer auf ausgefallene Live-Märkte aus ist, findet in Deutschland kein vollständiges Angebot.
Rechtliche Lage in Deutschland: Was erlaubt ist und was nicht
Die zentrale Rolle der GGL-Whitelist
Die einzige verbindliche Prüfung, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten anbieten darf, ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde für Sportwetten und Online-Casinospiele nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der seit 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV 2021 und überwacht die Inhaber nach § 28a; die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.
Was die Whitelist leistet und was nicht: Sie listet die Inhaber einer Erlaubnis mit den erlaubten Domains und den Erlaubniszeiträumen. Sie sagt nichts darüber, welche Sportarten ein Anbieter tatsächlich im Programm führt, und sie enthält kein Enddatum, obwohl eine Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 GlüStV 2021 fünf Jahre läuft. Nach dem Stand vom 02.10.2026 führt die Whitelist 30 Einträge – 27 Inhaberinnen und Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, sowie drei weitere ausschließlich für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; eine .de-Domain allein beweist aber noch keine Erlaubnis.
Was die Whitelist ergänzend bedeutet: Wer bei einem nicht gelisteten Anbieter spielt, bewegt sich im unerlaubten Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV 2021. Die GGL hat in einer Pressemitteilung vom 17. September 2026 nochmals ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – im konkreten Fall vor „Platincasino“ – und sie ist nach § 9 GlüStV 2021 berechtigt, Zahlungen zu blockieren und Netzsperren zu veranlassen. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Bedeutung, weil sie nicht nach deutschem Recht erteilt wurde.
Erlaubnisverfahren und -dauer
Eine Erlaubnis nach § 9a GlüStV 2021 wird auf Antrag erteilt und gilt nach § 4c Abs. 1 für fünf Jahre; sie kann verlängert werden. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung und – bei den meisten Inhaberinnen – das Datum der Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum. Wer eine Erlaubnis verliert oder nicht verlängert, wird von der Whitelist gestrichen.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die meisten Inhaberinnen der ersten Stunde haben im Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten, weil die ersten Erlaubnisse aus dem Oktober und November 2020 nach fünf Jahren ausliefen. Die Whitelist bildet damit den aktuellen Stand ab, nicht den Tag, an dem eine Erlaubnis endet.
Was auf Cricket gewettet werden darf
Die GGL erlaubt nach § 21 Abs. 1 GlüStV 2021 festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, eines Abschnitts oder eines Vorfalls im Ereignis, als Einzel- oder Kombiwette. Erlaubt ist nur, was die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Soziale oder politische Ereignisse sind nicht wettbar.
Was das für Cricket bedeutet: Internationale Cricket-Matches zwischen A-Nationalmannschaften sind wettbar, IPL-Spiele mit internationalen Spielern ebenso. Jugendcricket, Amateurligen oder Bezirksspiele sind es nicht – sie gelten als „überwiegend Amateure“. Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die GGL-Praxis stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport ein; für Cricket gibt es keine vergleichbare Festlegung, weil es in Deutschland keine signifikante Amateurliga gibt.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Wetten auf Vorfälle im Spiel („Method of Dismissal“, „First Ball Dot or Run“) sind in Deutschland für Cricket in der Regel nicht zugelassen, weil die GGL keine Komponenten-Wette für Cricket erlaubt hat. Live-Wetten auf den Endausgang sind erlaubt, „nächster Ball“-Wetten nicht.
Die Sportwettensteuer und ihre Berechnung
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18. Praktisch bedeutet das: 5,3 / 105,3 = 5,03 % des gezahlten Einsatzes. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19); ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, ist Sache des Anbieters und steht in dessen AGB.
Was das für den Leser bedeutet: Eine Wette von 100 € Einsatz kostet den Anbieter rund 5,03 € Steuer; ob der Anbieter diese Steuer vom Bruttoeinsatz abzieht, vom Gewinn oder im Quote einpreist, variiert. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Gewinn ab („5,3 % vom Bruttogewinn“), andere schlagen sie auf den Einsatz auf, andere verrechnen sie intern. Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an – eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Lizenz. Wer wissen will, wie sein Anbieter die Steuer behandelt, liest die AGB oder den Hilfe-Bereich der Wettseite.
Werbung und Bonusregeln
Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV 2021 nur Erlaubnisinhabern gestattet. Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt oder ausschließt; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen nur aus den AGB des jeweiligen Anbieters.
Was das für Cricket-Wetten bedeutet: Bonusangebote, Freiwetten und Quotenerhöhungen sind erlaubt, soweit sie nicht gegen die Werberegeln verstoßen. Da sich diese Einschränkungen vorwiegend auf die Live-Übertragung beziehen, bleibt die klassische „100 % Bonus“-Werbung für Sportwetten in Deutschland weiterhin zulässig.
Offshore-Anbieter: warum die Lizenz im Ausland nicht reicht
Ein Anbieter mit Sitz in Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan, der in Deutschland wirbt, bewegt sich im unerlaubten Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV 2021. Strafrechtlich kann die Veranstaltung nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich ziehen, die Werbung bis zu ein Jahr; die Teilnahme als Spielerin kann nach § 285 StGB bis zu sechs Monate Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich ziehen. Verfolgungen einzelner Spieler sind in Deutschland allerdings nicht etabliert – weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung, die dramatisieren sollte.
Was das für den Leser bedeutet: Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, spielt ohne OASIS-Schutz, ohne LUGAS-Limitdatei, ohne deutsche Beschwerdestelle und mit dem Risiko, dass Zahlungen blockiert werden. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt; der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Eine Rückzahlung ist nicht garantiert; sie hängt vom Einzelfall und vom Ausgang des Verfahrens ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, spielt nur bei einem Anbieter auf der Whitelist.
Verbraucherschutz: Einzahlungslimits, Sperrsystem und Verifizierung
Das gemeinsame Einzahlungslimit
Die GGL hat nach § 6c Abs. 1 GlüStV 2021 ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Spielerin eingezogen, das über alle Whitelist-Anbieter hinweg gilt. Die technische Grundlage ist die LUGAS-Limitdatei; ein Anbieter kann für eine einzelne Spielerin ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielerinnen –, aber nur gegen einen verifizierbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht.
Was das für den Leser bedeutet: Wer mehr als 1.000 € im Monat einzahlt, muss dem Anbieter Einkommensnachweise vorlegen – Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheid, Bilanz. Das Limit gilt ab dem Zeitpunkt der Eintragung; eine Senkung gilt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Das Limit gilt pro Person, nicht pro Konto. Wer versucht, mit zwei Konten bei verschiedenen Whitelist-Anbietern das Limit zu umgehen, verstößt gegen § 6h GlüStV 2021 (Parallelverbot). Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt paralleles Spiel und sperrt das zweite Konto.
Identitätsprüfung und Kontoeröffnung
Eine Identitätsprüfung erfolgt nach § 6a GlüStV 2021 mit Kontoeröffnung. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel mit einem 100-€-Limit und ohne Auszahlung erlauben. In dieser Phase ist die Nutzung eine Vorab-Spielphase; nach Ablauf der 72 Stunden oder nach Erreichen des 100-€-Limits muss die Spielerin die Verifizierung abschließen oder das Konto wird geschlossen.
Was das für den Leser bedeutet: Wer ein Konto eröffnet, lädt einen Personalausweis hoch, bestätigt seine Adresse und gibt seine Steuer-ID an. Die Anbieter sind verpflichtet, vor der ersten Auszahlung die Identität vollständig zu prüfen.
Die Vorab-Phase ist keineswegs „anonym“. Anbieter sind verpflichtet, IP-Adresse und Gerät zu erfassen; zudem bleibt der Einzahlungsrahmen während der 72 Stunden mit 100 € strikt begrenzt.
OASIS und das Sperrsystem
OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV 2021 ist das bundesweite Spielersperrsystem. Jeder Whitelist-Anbieter prüft bei Registrierung und Anmeldung, ob die Spielerin in OASIS eingetragen ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Spielerin eine Frist genannt hat, sonst mindestens ein Jahr; eine Fremdsperre durch Familienangehörige oder die GGL ist ebenfalls möglich.
Was das für den Leser bedeutet: Wer sich selbst sperren lässt, kann sich nicht mehr bei einem Whitelist-Anbieter anmelden – das System gilt übergreifend. Wer aus der Sperre entlassen werden will, muss die Sperrfrist abwarten oder einen Antrag bei der GGL stellen.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Offshore-Anbieter haben keinen Zugang zu OASIS. Wer sich bei einem Whitelist-Anbieter selbst sperren lässt und dann versucht, bei einem Offshore-Anbieter zu spielen, findet dort kein Sperrsystem.
Der Panikbutton
Die GGL hat nach § 6i Abs. 3 GlüStV 2021 einen „Panikbutton“ eingeführt: Ein Klick im Wettkonto löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Die Sperre gilt nur für das eigene Konto beim gewählten Anbieter; sie ist keine Selbstsperre nach OASIS und führt nicht zu einer Eintragung in die bundesweite Sperrdatei.
Was das für den Leser bedeutet: Wer mitten in einer Wettsitzung merkt, dass er die Kontrolle verliert, kann mit einem Klick 24 Stunden pausieren. Die Sperre lässt sich nicht vorzeitig aufheben – sie ist als „Abkühlphase“ gedacht, nicht als taktisches Werkzeug.
Insolvenzschutz und Auszahlung
Spielerguthaben sitzen nach § 6b Abs. 6 GlüStV 2021 auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung zahlt der Anbieter das Restguthaben nach § 6b Abs. 7 binnen fünf Werktagen ohne Gebühr aus.
Was das für den Leser bedeutet: Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielt, hat ein Pfandrecht am Guthaben; bei einer Insolvenz des Anbieters ist das Geld nicht Teil der Insolvenzmasse. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zu Offshore-Anbietern, die diese Trennung nicht garantieren.
Die gesetzliche Frist von fünf Werktagen fungiert dabei als Obergrenze. In der Praxis wickeln die meisten Anbieter die Auszahlung meist deutlich schneller innerhalb von ein bis drei Tagen ab.
Parallelverbot und Aktivitätsdatei
Die Aktivitätsdatei als Teil von LUGAS nach § 6h GlüStV 2021 verbietet paralleles Spiel: Eine Spielerin darf nicht gleichzeitig bei mehr als einem Anbieter aktiv sein. Die Anbieter teilen den Status über die Aktivitätsdatei; wer parallel spielt, wird gesperrt.
Was das für den Leser bedeutet: Wer bei Anbieter A spielt und parallel ein Konto bei Anbieter B eröffnen will, muss zuerst das Konto bei A schließen oder pausieren. Das ist eine Folge des „Kanalisierungsziels“ des GlüStV 2021 – das Glücksspiel soll auf die lizenzierten Anbieter konzentriert und gegen Mehrfachspiel geschützt werden.
Cricket-Sport: Spielplan, Turniere und Wettkalender
Der Cricket World Cup
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt – seit 1987, vorher 60 Overs. Die erste Austragung war 1975 in England; Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 in Indien gewann Australien, die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.
Was das für den Leser bedeutet: Der Cricket World Cup ist der wichtigste Cricket-Termin für deutsche Wettfreunde, weil die meisten Whitelist-Anbieter ihn vollständig im Programm führen. Die Quoten sind in der Regel enger als bei kleinen Länderspielen, weil das Wettvolumen höher ist.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Das Finale 2019 endete nach 50 Overs 241:241 und im Super Over 15:15; England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Solche Sondersituationen sind der Grund, warum Cricket-Wetten in den AGB vieler Anbieter spezielle Regeln zur „Super Over“-Wertung enthalten.
Twenty20-Ligen und IPL
Die Indian Premier League (IPL) ist das bekannteste Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Sie findet jährlich im April und Mai statt und ist bei deutschen Wettfreunden beliebt, weil die Spiele in der europäischen Abendzeit beginnen.
Was das für den Leser bedeutet: Während der IPL-Saison finden sich bei den meisten Whitelist-Anbietern Livewetten und Vorab-Wetten auf fast jedes Spiel; in der Off-Season ist das Cricket-Programm dünner.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Neben der IPL gibt es die Big Bash League in Australien, die Caribbean Premier League und – seit 2021 – die SA20 in Südafrika. Welche dieser Ligen ein Anbieter im Programm führt, hängt von dessen Auswahl ab.
Länderspiele und Ashes
Länderspiele zwischen den Test-Nationen (England, Australien, Indien, Südafrika, Neuseeland, West Indies, Pakistan, Sri Lanka, Bangladesch, Simbabwe, Afghanistan, Irland) finden das ganze Jahr über statt, mit Schwerpunkten in den jeweiligen Sommern der Nord- und Südhalbkugel. Die „Ashes“ zwischen England und Australien sind die traditionsreichste Test-Serie.
Was das für den Leser bedeutet: Test-Matches haben in der Regel schmalere Wettmärkte als ODIs und T20s, weil das Unentschieden (Draw) eine realistische Option ist. Wer auf Test-Matches wettet, sollte die Drei-Wege-Wette nutzen und nicht die Zwei-Wege-Wette („Heimsieg oder Unentschieden“), weil sonst die Quote für den Draw fehlt.
Zur Einordnung: Ein Draw tritt laut ICC-Regelwerk ein, wenn die Zeit vor Ablauf aller Innings endet. Ein Tie – also ein identischer Punktestand nach Abschluss aller Innings – ist äußerst selten und wird in der Praxis wie ein gewöhnliches Unentschieden gewertet.
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet – Ausnahme: Ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher.
Was das für den Leser bedeutet: Wetten auf ein Spiel, das wegen Regens abgebrochen wird, hängen von der Mindest-Overs-Regel ab. Wer auf „Total Runs Over 300“ wettet und das Spiel wird bei 25 Overs abgebrochen, bekommt in der Regel den Einsatz erstattet, weil das Spiel kein Ergebnis hat.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die Duckworth-Lewis-Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den vollständigen Namen Duckworth-Lewis-Stern. Die AGB vieler Anbieter verweisen explizit auf DLS.
Quotenformat und Auszahlung
Wie Quoten in Deutschland angegeben werden
Die deutsche Wettbranche schreibt Quoten als Dezimalquoten mit Komma: 2,10 bedeutet, dass jeder Euro Einsatz 2,10 € zurückbringt. Die Umrechnung von Dezimal zu Bruch (z. B. 11/10) ist einfach: Quote − 1 = Bruch. 2,10 − 1 = 1,10, also 11/10.
Was das für den Leser bedeutet: Wer aus dem angelsächsischen Raum kommt und Brüche gewohnt ist, muss umdenken – 11/10 = 2,10, nicht 1,10. Die meisten Wettseiten in Deutschland bieten aber eine Umschaltung an.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Die Quote 2,10 sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit aus, mit der ein Ereignis eintritt. Erst die implizite Wahrscheinlichkeit – 1 ÷ Quote – macht das sichtbar: 1 ÷ 2,10 = 47,6 %.
Berechnung von Einsatz, Gewinn und Auszahlung
Eine Wette von 50 € auf eine Quote von 2,50 bringt im Erfolgsfall 125 € zurück (50 × 2,50); der Nettogewinn ist 75 € (125 − 50). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps: 1,80 × 2,20 × 1,95 = 7,722. Eine Einzelwette von 10 € mit dieser Kombiquote bringt 77,22 € zurück, der Nettogewinn ist 67,22 €.
Was das für den Leser bedeutet: Kombiwetten haben höhere Quoten, aber auch eine höhere Marge. Ein Buchmacher, der auf Einzelspiele 5 % Marge nimmt, kann auf Kombiwetten 10–15 % Marge nehmen, weil die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt und das Risiko für den Anbieter schwerer zu kalkulieren ist.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Eine Kombiwette mit drei Tipps zu Quoten 1,80 / 2,20 / 1,95 hat eine kombinierte Quote von 7,72. Wenn die impliziten Wahrscheinlichkeiten der Einzelspiele 55,6 % / 45,5 % / 51,3 % sind (1 ÷ Quote), ist die kombinierte Wahrscheinlichkeit 12,9 % – die Auszahlungsquote des Marktes ist dann 1 ÷ 0,129 = 7,75, was 7,72 ÷ 7,75 = 99,6 % Auszahlungsquote und 0,4 % Marge bedeutet. In der Praxis hat eine Kombiwette dieser Größe real 8–12 % Marge, weil die einzelnen Buchmacher ihre Linien nicht perfekt kalibrieren.
Cash Out als Werkzeug
Mehrere Whitelist-Anbieter bieten Cash Out an – etwa Tipico mit „Tipico Cashout“ und Betway, wo der grüne Cash-Out-Button unter „Meine Wetten“ erscheint. Cash Out erlaubt es, eine laufende Wette vorzeitig zu beenden und einen Betrag ausgezahlt zu bekommen, der unter dem maximalen Gewinn liegt.
Was das für den Leser bedeutet: Cash Out ist kein Geschenk des Buchmachers – er ist ein Werkzeug, mit dem der Buchmacher eine Position schließt, die er nicht mehr halten will. Der angebotene Betrag spiegelt die aktuelle Wahrscheinlichkeit wider, abzüglich der Marge des Anbieters. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert diese Reduktion.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Betway erlaubt neben Cash Out auch einen Wettkonfigurator, der „Konfigurator+“ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Das ist eine Kombiwette mit dem Risiko einer niedrigeren Auszahlungsquote.
Konkrete Rechnung: Was eine Wette kostet
Beispiel-Markt: ausgeglichene Zwei-Wege-Wette
Eine einfache Zwei-Wege-Wette – Mannschaft A gewinnt, Mannschaft B gewinnt – hat in der Regel Quoten um 1,90 auf beiden Seiten, wenn beide Mannschaften gleich stark eingeschätzt werden. Die Auszahlungsquote eines Marktes mit beiden Seiten bei 1,90:
1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95
Die Auszahlungsquote ist 95 %, die Marge 5 %. Das heißt: Von jedem Euro Einsatz zahlt der Buchmacher im Schnitt 95 Cent an die Spielenden zurück, 5 Cent behält er.
Was das für den Leser bedeutet: Bei einem Markt mit zwei ausgeglichenen Quoten liegt die Marge zwischen 4 % und 6 %, je nach Buchmacher und je nach Zeitpunkt vor dem Spiel. Wer vor Spielbeginn die Quoten vergleicht, hat eine realistische Chance, den Buchmacher mit der niedrigsten Marge zu finden.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Eine Marge von 5 % klingt wenig, ist aber bei kleinen Märkten wie Cricket das untere Ende. Bei Drei-Wege-Märkten mit Unentschieden-Option liegt die Marge oft bei 8–12 %, bei Livewetten noch höher.
Beispiel-Markt: Drei-Wege-Wette mit Unentschieden
Ein Drei-Wege-Markt – Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg – mit Quoten 1,50 / 3,40 / 5,50 hat eine Auszahlungsquote von:
1 ÷ (1/1,50 + 1/3,40 + 1/5,50) = 1 ÷ (0,6667 + 0,2941 + 0,1818) = 1 ÷ 1,1426 = 0,875
Die Auszahlungsquote ist 87,5 %, die Marge 12,5 %. Bei einem Test-Match mit realistischer Draw-Wahrscheinlichkeit ist das die normale Spanne.
Was das für den Leser bedeutet: Bei Drei-Wege-Märkten zahlt der Buchmacher im Schnitt 87,5 Cent pro Euro Einsatz zurück; 12,5 Cent sind Marge. Das ist deutlich mehr als beim Zwei-Wege-Markt, weil das Unentschieden als dritte Option die Buchmacher-Linie ungenauer macht.
Was das Beispiel ergänzend zeigt: Cricket-Wetten haben im Schnitt eine höhere Marge als Fußball- oder Tennis-Wetten, weil das Wettvolumen niedriger ist und die Buchmacher weniger in die Kalibrierung investieren. Wer auf Cricket wettet, vergleicht die Margen Buchmacher für Buchmacher.
Beispiel-Marge im Cricket
Ein Beispiel aus dem Cricket-Kalender: Ein World-Cup-Spiel zwischen zwei ausgeglichenen Mannschaften bietet Hauptmarkt-Quoten um 1,90 / 1,90 (Zwei-Wege, ohne Unentschieden) und Drei-Wege-Quoten um 2,20 / 3,00 / 3,40 (mit Unentschieden als dritte Option). Die Marge des Zwei-Wege-Marktes liegt bei etwa 5 %, die Marge des Drei-Wege-Marktes bei etwa 8–10 %. Spezialmärkte wie „Top Batsman“ oder „Most Sixes“ haben Margen von 12 % und mehr.
Was das für den Leser bedeutet: Wer auf Cricket-Wetten setzt, akzeptiert im Schnitt eine höhere Marge als bei Mainstream-Sportarten. Das ist der Preis der Nische.
Verzeichnis der Cricket-Wettanbieter
Tipico
Tipico ist eine der bekanntesten Marken auf der GGL-Whitelist. Die Inhaberin Tipico Co. Limited besitzt eine Sportwetten-Erlaubnis seit 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Die App „Tipico Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und enthält „Tipico Cashout“ zur Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während laufender Spiele.
Was Tipico bei Cricket bietet: Während großer Turniere und der IPL-Saison führt Tipico in der Regel Cricket im Programm – World-Cup-Spiele, Ashes-Serien, IPL. Die Quoten liegen im mittleren Bereich; die Cash-Out-Funktion ist auch für Cricket verfügbar.
Das Urteil zu Tipico: Eine seriöse Wahl für deutsche Wettfreunde, die Cricket nur während der großen Termine spielen wollen – die App ist stark, Cash Out ist verfügbar, und die Lizenz ist sauber. Wer das ganze Jahr über Cricket sucht, wird bei Tipico in der Off-Season weniger finden.
ODDSET
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der deutschen Lotto-Toto-Holding, betrieben von der ODDSET Sportwetten GmbH. Erlaubnis seit 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt. Die Aufsicht führt die GGL.
Was ODDSET bei Cricket bietet: Das Programm ist eher auf Breite als auf Cricket-Tiefe angelegt – Fußball, Tennis, Basketball dominieren, Cricket findet sich nur bei großen Turnieren.
Das Urteil zu ODDSET: Eine Wahl für Spielerinnen, die ohnehin bei der Lotto-Toto-Gruppe spielen und Cricket nur als Nebenprogramm suchen. Wer gezielt auf Cricket wettet, ist bei spezialisierteren Anbietern besser aufgehoben.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als moderne Marke mit Fokus auf deutschem Markt.
Was NEO.bet bei Cricket bietet: Das Programm führt Cricket nicht regelmäßig – die Schwerpunkte liegen auf Fußball und Eishockey. Während großer Turniere wie dem World Cup findet sich Cricket im Programm.
Das Urteil zu NEO.bet: Solide Lizenz, aber kein Cricket-Spezialist. Wer NEO.bet wählt, sollte vor der Kontoeröffnung prüfen, ob Cricket im aktuellen Programm ist.
Tiptorro
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited (Malta) betrieben; die App „Tiptorro“ wird im App Store angeboten und beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022.
Was Tiptorro bei Cricket bietet: Tiptorro ist als Marke nicht als Cricket-Spezialist bekannt; das Programm konzentriert sich auf Mainstream-Sportarten.
Das Urteil zu Tiptorro: Eine Lizenz auf der Whitelist, aber kein Cricket-Anbieter im engeren Sinn. Wer Cricket spielen will, sollte prüfen, ob die Marke das Programm führt.
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta betrieben. Erlaubnis seit 22.08.2023 – die jüngste Erlaubnis der Liste. DAZN ist als Streaming-Anbieter bekannt; DAZN Bet ist die Wett-Marke des Konzerns.
Was DAZN Bet bei Cricket bietet: Als junges Produkt führt DAZN Bet ein schmales Programm, das sich an den Streaming-Rechten des Mutterkonzerns orientiert. Cricket ist in der Regel nur bei großen Turnieren im Sortiment.
Das Urteil zu DAZN Bet: Eine junge Marke mit kurzer Erlaubniszeit, die noch dabei ist, ihr Programm aufzubauen. Wer Cricket spielen will, hat hier eine geringere Trefferwahrscheinlichkeit als bei Tipico, bwin oder Interwetten.
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited mit Sitz in Malta betrieben. Erlaubnis seit 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022.
Was Sportwetten.de bei Cricket bietet: Das Programm ist breit, aber Cricket ist nicht der Schwerpunkt; während großer Turniere findet sich Cricket im Programm.
Das Urteil zu Sportwetten.de: Eine Wahl für Spielerinnen, die eine unkomplizierte Wettseite suchen und Cricket nur gelegentlich spielen.
888sport
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis wird von der 888 Germany Limited gehalten – seit 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Was 888sport bei Cricket bietet: 888sport ist international breit aufgestellt und führt Cricket im Programm, allerdings nicht so umfassend wie Tipico oder bwin.
Das Urteil zu 888sport: Eine solide Lizenz mit internationaler Konzernmutter. Cricket ist im Programm, aber nicht der Schwerpunkt.
Betway
Betway wird von der Betway Limited betrieben. Erlaubnis seit 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ enthält einen Cash-Out-Button unter „Meine Wetten“, mit dem die Spielerin den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen lassen kann. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der „Konfigurator+“ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Was Betway bei Cricket bietet: Betway ist international breit aufgestellt und führt Cricket im Programm – allerdings ist die Cricket-Tiefe nicht mit Mainstream-Sportarten vergleichbar.
Das Urteil zu Betway: Eine solide Lizenz mit starker App. Cash Out ist verfügbar, Konfigurator+ ist eher für Fußball als für Cricket gedacht.
bwin
bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben. Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022.
Was bwin bei Cricket bietet: bwin ist eine der international renommiertesten Wettmarken und führt Cricket im Programm – World Cup, IPL, Ashes. Die Marge ist tendenziell enger als bei kleineren Anbietern.
Das Urteil zu bwin: Eine seriöse Wahl für Cricket-Wetten, mit internationaler Erfahrung und sauberer Lizenz.
Interwetten
Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben. Erlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Interwetten gehört zu den traditionsreichen europäischen Wettanbietern.
Was Interwetten bei Cricket bietet: Interwetten hat ein starkes Tennis- und Livewetten-Angebot; Cricket ist im Programm, aber nicht der Schwerpunkt.
Das Urteil zu Interwetten: Eine seriöse Lizenz mit langer Tradition; Cricket ist verfügbar, aber nicht das Hauptprogramm.
Was die Auswahl am Ende bedeutet
Wer Cricket-Wetten in Deutschland platzieren will, hat eine Auswahl von zehn Whitelist-Anbietern – aber nur drei bis vier davon führen Cricket regelmäßig. Die realistische Auswahl am Ende: Tipico, bwin, Interwetten und Betway. Wer dort kein Konto hat, sollte die Auswahl nicht von der Lizenz allein abhängig machen, sondern vom aktuellen Cricket-Programm. Das Urteil zu dieser Auswahl: Die Lizenz garantiert Sicherheit, aber nicht Sortiment; wer Cricket spielen will, muss beides prüfen.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in Deutschland
Wo kann auf Cricket-Spiele bei einem Anbieter mit deutscher Lizenz gewettet werden?
Eine Cricket-Wette mit deutscher Lizenz ist nur bei Anbietern möglich, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Nach dem Stand vom 02.10.2026 führen Tipico, bwin, Interwetten und Betway Cricket regelmäßig im Programm; DAZN Bet, Sportwetten.de, NEO.bet, Tiptorro, ODDSET und 888sport führen Cricket nur sporadisch, meist während großer Turniere. Eine vollständige Liste ist auf der Whitelist der GGL öffentlich einsehbar.
Was unterscheidet Test-Match, ODI und Twenty20 für Wettmärkte und Quoten?
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage und hat in der Regel eine Drei-Wege-Wette (Heimsieg / Draw / Auswärtssieg), weil ein Draw realistisch ist. Ein ODI umfasst 50 Overs pro Innings, ein T20 20 Overs – beide sind Limited-Overs-Formate ohne realistische Draw-Option, daher meist Zwei-Wege-Wetten oder „Method of Victory“. Die Margen sind bei ODIs und T20s oft niedriger, weil das Wettvolumen während großer Turniere wie dem Cricket World Cup oder der IPL höher ist. Test-Matches haben schmalere Märkte und höhere Margen, weil das Wettvolumen niedriger ist.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei wetterbedingten Unterbrechungen auf eine Wette aus?
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet. Wetten auf ein No-Result-Spiel werden in der Regel erstattet; Wetten auf Spiele, die unter DLS ein Ergebnis bekommen, werden nach dem berechneten Ziel gewertet. Die Anbieter verweisen in ihren AGB in der Regel explizit auf DLS.
Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?
Die deutsche Erlaubnis erlaubt Livewetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV 2021 nur auf das Endergebnis eines Events oder auf eine „nächste Aktion“ – next goal im Fußball, next set im Tennis. Cricket hat keine zugelassene Komponenten-Wette; Livewetten auf Cricket sind in Deutschland auf den Endausgang beschränkt, nicht auf einzelne Bälle oder Over-Ergebnisse. „Nächster Ball: Six oder Wicket“ oder „nächstes Over über X Runs“ sind in der Regel nicht im Programm. Esports-Wetten sind in Deutschland gar nicht erlaubt, weil Esports kein Sport im Sinne des GlüStV ist.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Eine Wette von 50 € auf eine Quote von 2,50 bringt im Erfolgsfall 125 € zurück (50 × 2,50); der Nettogewinn ist 75 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18 RennwLottG – also rund 5,03 % des gezahlten Einsatzes. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler; ob der Anbieter sie an die Spielerin weitergibt, variiert. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab, andere vom Einsatz, andere verrechnen sie intern in der Quote. Die Steuer fällt auch bei Offshore-Anbietern an und ist kein Beleg für eine Lizenz.
Sportarten – livewetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «livewetteninfo.com»
